Ein sehr interessantes Bild bietet sich mir seit einigen Wochen auf meinem Weg zur PH. Vermutlich Stadtarbeiter haben versucht mit Motorsägen dem Gestrüpp am Zaun beim FH-Parkplatz Herr zu werden. Jedoch nicht mit vollendeten Erfolg. Übrig geblieben sind mehrere in den Zaun eingewachsene Äste:



Es ist schon sehr interessant zu beobachten wie sich die Natur ihren Weg bahnt. Das hat mich irgendwie an eine Szene in Max Frischs Homo Faber erinnert, den wir damals in der 10. Klasse gelesen haben, in der die Hauptperson durch den peruanischen(?) Dschungel reist und vor lauter Gewächs kaum noch atmen kann – oder so ähnlich.
Der Mensch gegen die Umwelt? Technik gegen die Natur? Wieso überhaupt gegen, Kann Technik nicht auch mit der Natur sein? Ist Technik wertfrei? Ist, um gleich das Extrembeispiel zu nennen, eine Atombombe wertfrei? Die Benutzung und Herstellung sicher nicht. Wir alle sind Benutzer, Hersteller, Betroffene und Bewerter von Technik.
Technik soll nach Schmayl und Wilkening (1995) mehrperspektivisch unterrichtet werden. Das heißt, es sollen im Unterricht neben den rein technischen Kompetenzen auch verhaltensbezogene und wertungsbezogene Kompetenzen gefördert werden. Die obigen Bilder zeigen wie ich finde ganz gut diese Mehrperspektivität der Technik.
Man könnte über solche Bilder sicher gut weiter “herum-philosophieren” …
P.S.: Spaßeshalber ne kleine nicht ganz ernst gemeinte Umfrage: Wer gewinnt? Der Busch oder die Säge?