Archiv für die Kategorie ‘Referendariat’

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Referendariat zu Ende

1. Juni 2010

Die Lehrproben sind schon eine Weile vorbei. Aktuell genieße ich meine wohlverdienten Ferien. Wie so eine Lehrprobe abläuft hat vor einem Jahr ganz treffend Hokey schon beschrieben – dem ist nicht hinzuzufügen.

Drei Erkenntnisse, die ich weiter geben will:

1. Es hat mir und meinen Kolleginnen unglaublich viel geholfen, die Lehrproben im Vorraus gemeinsam zu proben. Kleine Schwachstellen und Stolpersteine werden sichtbar, Gelenkstellen können konktret geübt und getetestet werden und man wird einfache sicherer.

2. Das Referendariat hat sehr viele Parallelen zur Führerscheinprüfung:

  • Fahren lernt man erst, wenn man den Führerschein hat. Aber man lernt alle wichtigen Techniken, die man dafür braucht. Ich behaupte mal ich habe 2 Jahre gebraucht um technisch ein guter Fahrer zu werden. 5 Jahre um souverän und vernüftig am Verkehr teilzunehmen.
  • Die Führerscheinprüfung ist, wie eine Lehrprobe nicht realistisch. Wobei ich der Füherscheinprüfung noch mehr Realismus zusprechen würde.
  • Viele sehr gute Leute, von denen man es nie geglaubt hätte, fallen durch.
  • Vor der Prüfung weiß man nicht, ob man besteht oder nicht (bei den meisten anderen Prüfungen hatte ich eigentlich immer eine gewisse Vorahnung oder ein gewisses Gefühl).
  • Es existieren unglaublich viele Horror- und Friend-of-a-friend-Stories um die Prüfung. Die meisten handeln von Willkül und schlecht gelaunten Prüfern.
  • Die Quotenlegende: “Es müssen Leute durchfallen, damit der TÜV Geld verdient” vs. “Es müssen Leute durchfallen, damit das Seminar keinen Malus bekommt (Alternativ: Es sollen nicht so viel Lehrer eingestellt werden)”.
  • etc. Weitere Vorschläge?

3. Während ich Abitur, Zulassungsarbeit und 1. Staatexamen im Nachhinein eher gelassen sehe, werde ich so über das Referendariat sicher nie denken. Es war eine emotional unglaublich belastende Zeit! Zum Glück hatte ich ein tolles Kollegium, tolle Mentoren eine tolle Schulleitung und tolle Mitleidende, die mich immer so gut es ging unterstützt haben!

Ich selbst werde ab September eine Stelle in Stuttgart antreten.  Das heißt, es steht in nächster Zeit wieder ein Umzug bevor. Hat jemand zufällig ein Wohnungstipp?

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Ein Himmel voller Projekte

17. November 2009

Hoppla … ich stell gerade fest, dass ich die nächsten Wochen fast nur noch projektorientiert unterrichte.

Die 5er in IT: Ok. Da mach ich gerade noch “normalen” Unterricht. Aber sobald der Unterrichtsbesuch vorbei ist, will ich zum Thema Internet eigentlich auch ein kleines Projektchen machen.

Die 6er in IT: Die müssen bis Weihnachten einen Vortrag über ein Thema ihrer Wahl (Hobbys, …) halten. Hier arbeiten die Schüler relativ selbständig. Ab und zu zeige ich ein paar Funktionen von Powerpoint oder stelle Regeln auf. Ich geh hier noch nicht so sehr ins Detail (kommt in Klasse 7). Wichtig ist mir erst einmal, dass die Schüler ihre Präsentation nicht mit Text vollpflastern, sondern um ein Bild oder ein Stichwort eine “Geschichte” erzählen. Das heißt ich bremse sie auch noch nicht so sehr, wenn die ausufernd Effekte verwenden. Ich finde das darf am Anfang ruhig sein. Der spielerische Aspekt sollte nicht zu schnell abgewöhnt werden. Das reicht auch noch in den höheren Klassen. Und vielleicht muss man durch diese Phase einfach durch.

Die 7er in Mathe: Das ist ein “Pflichtprojekt” vom Lehrerseminar. Thema und Fach konnte ich aber frei wählen. Ich lasse die Schüler Umfragen durchführen, auswerten und präsentieren. Hier lege ich besonders Wert auf das Arbeiten im Projekt selbst.

Die 9er in Physik: Ein “Pflichtprojekt” meiner Schule zum Themenkreis Energie. Wir (meine Schüler und ich) haben uns auf die Sonnenenergie geeinigt. Ist im Winter sicher spannend und wirft bestimmt einige Fragen auf, die die Schüler untersuchen können. Hier will ich wirklich nur sehr wenig (außer die Rahmenbedingungen) vorgeben und die Schüler weitgehend selbst arbeiten lassen.

Hoffentlich verlerne ich nicht das normale Unterrichten ;-)

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Denk-dran-Wand II

22. Oktober 2009

Wegen mehrfach geäußertem Wunsch hab ich meine Denk-dran-Wand erweitert und veröffentliche sie hier:

Denk-dran-Wand

Denk-dran-Wand

Ich sollte sie eigentlich besser pflegen …

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Schülerrückmeldungen

26. August 2009

Vor den Ferien habe ich mir von meinen Schülern Rückmeldungen geholt, die ich nun endlich als Einstieg in die Vorbereitung fürs neue Schuljahr ausgewertet habe. Es war eine rein qualitative Umfrage (Zettel mit Plus und Minus). Ich habe mir überlegt, ob ich die Ergebnisse hier veröffentlichen soll, aber wer hätte denn etwas davon?

Über ein paar Auffälligkeiten möchte ich trotzdem schreiben:

  • “Können (nicht) gut erklären”/ “Ich habe es (nicht) verstanden”: Außer in IT waren die Antworten innerhalb der Klassen unterschiedlich. Da ich nicht quantitativ erhoben habe weiß ich jetzt leider nichts genaues. So gut wie alle didaktische Methothen/Tricks wie Beispiele, Anschauung, Computereinsatz, Lösungstafel, Meldetafel, etc. wurden jedoch positiv erwähnt! So gut wie nie negativ. Ich denke ich liege in dieser Richtung goldrichtig.
  • Viele Antworten interpretiere ich als eine gewünschte stärkere Differenzierung. Z.B. sich scheinbar widersprechende Aussagen zwischen den Schülern. “Zu wenig/viel Zeit für die Aufgaben”, “HA zu leicht/schwer”. An anderer Stelle werden dann wieder Selbstständigkeit und verschiedene Schwierigkeitsgrade als gut befunden.
  • Toll bei qualitativen Umfragen ist, dass man zum Teil sehr persönliche Rückmeldungen mit persönlicher Ansprache bekommt. Manchmal auch mit konkreten Lösungsvorschlägen. Ebenso kommen Aspekte zu Tage, die ein enges Fragenkorsett nie erfassen könnte. Manche Schüler fanden es z.B. einfach toll, dass ich im Schullandheim dabei war.

Wie oben geschrieben bietet eine qualitative Umfrage durchaus Vorteile. Durch die Häufigkeit von Nennungen kann man zwar manche Schlüsse ziehen, trotzdem fehlen zu wichtigen Aspekten konkrete Aussagen (Sind die Schüler der Meinung sie haben es verstanden).

Mir schwebt für die Zukunft vor, dass ich zum Halbjahr qualitative Umfragen (Zettel mit +/-) mache und zum Schuljahresende aus diesen Antworten einen quantitativen Fragebogen erstelle (z.B.: Ich habe den Stoff verstanden –> “trifft zu” –> 5 Abstufungen). Wichtig ist hier sicher, dass nicht zu viele Fragen gestellt werden, sondern nur die interessanten und wichtigen. Wurden z.B. zuvor oft unterschiedliche Angaben zur Strenge gemacht, wäre dies eine interessante Fragestellung. Hat diesen Punkt hingegen kaum ein Schüler angesprochen scheint er in dieser Klasse auch nicht groß von Belang zu sein.

Ich möchte auf einer Wikiversityseite Fragen/ Aussagen sammeln, mit denen man so einen Fragbogen bestücken kann. Jeder ist selbstverständlich eingeladen Eigenes hinzuzufügen. Vielleicht kennt auch der eine oder andere einen Tipp, wie man solche Fragebögen gestaltet/durchführt/etc. oder einen Link bzw. Literatur.

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Papierkram Ordnungssystem

29. Mai 2009

“Sie sind doch bestimmt Lehrer” sagte heute ein Jüngling an der Kasse einer großen Ramschwarenladenkette. Entlarvt haben mich 6 große Leitz-ähnliche Ordner, 2 Briefablagen und 2 Schreibblöcke. Bevor ich in die Stadt ging dachte ich noch ich könnte mein Lehrerdasein hinter einem zerschlissenen T-Shirt, langen verwehten Harren und ner schwarzen 80er-Pilotenbrille (Bud Spencer Filme) verstecken. Nicht, dass mich in meiner Freizeit ein Schüler aufspürt. Aber die Ordner waren dann wohl zu auffällig. Erwischt!

Jetzt aber mein wirkliches Problem:

In den letzten Monaten hat sich eine Menge Papiermaterial angesammelt das eingeordnet werden will. Aber was für ein Ordnungssystem strebe ich an? Im Ernstfall muss das System fast 50 Jahre funktionieren :-) Eine erste Idee ist nach Klassen 5 – 10 zu sortieren. Da sich in der nächsten Jahrhunderthälfte der Lehrplan aber sicher noch öfters ändert ist das sicher kein System von Dauer. Ich denke ich werde wohl vorerst nach Fächern und Themen sortieren. Egal ob ein Thema in verschiedenen Klassen auftaucht. So ist zumindest auch auf dem Rechner meine Ordnung angelegt.

Wie macht ihr es?

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Materialoverkill: Weniger ist mehr

19. Mai 2009

Ich glaube ein Punkt weshalb ich den heutigen Matheunterricht verbockt habe ist, dass viel zu viele Zettel mit mir rumgeschleppt habe. Als Referendar meint man schnell man müsste immer ein Haufen Material, Blätter und Gruscht mit sich herum schleppen. Dumm wirds dann, wenn der Lehrerpult voller Zettel liegt, die alle irgendwann im Unterricht gebraucht werden. Und Katastophal wirds dann, wenn man darauf nichts mehr findet –> Lehrer sucht verwirrt –> Schüler gelangweilt –> Schüler beschäftigen sich anders –> Lehrer genervt –> Lehrer findet noch weniger –> etc.

Ein ähnliches Prinzip wahrscheinlich bei Unterrichtsskizzen: Man meint die Unterrichtsskizze müsse möglichst ausführlich sein damit man nix vergisst. Oft ist dann das Gegenteil der Fall: Man verliert den roten Faden, weil alles voller Schrift ist. Auch fett drucken hilft wenig.

Ich muss mein Zettelwirtschaftssystem überdenken.

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Fermatsches Prinzip

19. Februar 2009

Ich will morgen mit meinen 7ern zum Thema Brechung das Fermatsche Prinzip in einem Freiluftexperiment veranschaulichen. Ähnlich wie in dieser Simulation. Nur sind in diesem Experiment die Schüler die verschiedenen Lichtstrahlen und laufen alle gleichzeitig “ihren” Weg ab. Ab einer bestimmten Linie dann nur noch mit halber Geschwindigkeit. Außerdem will ich das Ganze filmen.
Ich bin unglaublich gespannt ob es so klappt, wie ich mir das vorstelle, ob es komplett in die Hosen geht oder irgendwas zwischendrin ;-)
Ich werde berichten. Jetzt aber schlafen.

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Meine Denk-dran-Wand

16. Februar 2009

Habe beschlossen mir eine Denk-dran-Wand zu machen. Drumherum ist noch genug Platz für mehr Zettel. Werde diese Zettel jetzt beim Unterricht vorbereiten immer durchgehen und das Vorbereitete danach prüfen.

Denk-dran-Wand

Denk-dran-Wand

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Back to the roots

9. Februar 2009

Ich hätte nie gedacht, dass ich eines Tages wieder einen Kalender aus Papierbenutzen würde. In den letzten Jahren hab ich alle Termine mit dem Handy verwaltet. Das ging in der Regel gut, da normalerweise nicht mehr als zwei Dinge pro Tag anstanden. Jetzt muß ich einiges mehr aufschreiben und zudem sind Handys an der Schule verboten und da will ich ja mit gutem Beispiel voran gehen und nicht ständig damit wegen Terminen rumfummeln. Außerdem: Die Gefahr, dass es vielleicht doch klingelt ist viel zu groß ;-)

Bisher bin ich eigentlich recht glücklich mit allem. Spannend wird sicher ein Thema in einer 9ten Klasse in der ich vielleicht über ITG “fachfremd” ;-) Technik unterrichte: Steuern und Regeln (mit QBasic). Falls das so sein wird werd ich sicher berichten.

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Angekommen

3. Februar 2009

Die ersten zwei Tage im Seminar sind jetzt vorbei. Gestern feierlich auf das Grundgesetz geschworen und danach feierlich begrüßt worden. Bis jetzt ist alles gut und ich bin gespannt, wie es weitergeht :-)

Und ich freu mich, dass mein Ex-Kommilitone J…. jetzt auch mit dem bloggen anfangen will.

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