Archiv für die Kategorie ‘Lebensweisheiten’

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Twitter als Lehrer effektiv nutzen II

25. Februar 2010

Twitter ist ja mittlerweile ein altes Thema – zumindest für Netzies. Ich möchte es trotzdem nochmal aufgreifen.

Vor einiger Zeit schrieb ich einen Beitrag, wie ich als Lehrer Twitter nutzen möchte. Mein Credo: Ich will Fragen an andere Lehrer stellen!

Damals meinte ich, dass man Twitter in irgendeiner Art Zweckentfremden müsste, damit das gut funktioniert (wegen dem Rauschen). Mittlerweile bin ich mit dem “normalen Zweck” und den “normalen Funktionen” voll zufrieden. Ich habe mir meine eigenes kleines Netzwerk zusammen geschustert und wenn ich eine Frage stelle wie “Kennt jemand ein gutes Buch für Freihandexperimente? #Physik” bekomme ich in der Regel innerhalb 1 Stunde 1-3 Antworten aus allen möglichen Enden des Netzes. Mehr will ich nicht! Das funktioniert! Einzige Voraussetzung: Ein gutes Netzwerk.

Wie baut man sich ein Netzwerk auf (einzelne Personen haben dazu schon einiges geschrieben)? Auf einen Nenner gebracht: Selbst Input geben. Ich behaupte mal der eigene Input regelt den Erfolg des Netzwerkes.

1. Beispiel: Christian Spannagel gibt wahnsinnig viel qualitativ hochwertigen Input in sein Netzwerk. Gleichzeitig erntet er auch wahnsinnig viel Output.

2. Beispiel: Jan-Martin Klinge bloggt seit ein paar Monaten und twittert auch fleißig. Seit dem haben wir nach dem Studium wieder Kontakt und konnten uns das eine oder andere mal schon “Bälle zu werfen”.

Das ist Maschendraht! Das ist ein neuronales Netz! Das funktioniert! Und das hilft!

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Das beste Stück Internet ist sooo’n Draht

25. September 2009

Der Telekomtechniker hat heut mein Internet mit nem Draht geflickt:

draht1

draht2

Irgendwie erstaunlich, dass auf schnöden Stücken Draht unser tolles, weltweites Internet basiert. Das war heute mal wieder so ein Moment: Man weiß es eigentlich, aber erst wenn man es wirklich greifen kann begreift man es wirklich.

Erinnert mich an ne Szene aus “Das Boot”: “Torpedos für 20.000 Mark, aber kein verdammtes Stück Draht.” (Oder so ähnlich)

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DB-Verbindungen Suchalgorithmus. Ein Plädoyer für den Intercity.

3. September 2009

Bin seit einiger Zeit fleißiger Bahnfahrer. Doch seit einer Weile wundere ich mich, dass Verbindungen, die ich früher genutzt habe (weil schnell und günstig) über die Verbindungssuche bei http://www.bahn.de nicht mehr angezeigt werden – hörte man doch nichts von gestrichenen Zügen. Bin dem heute etwas genauer nachgegangen. Dazu ein Beispiel:

Ich will heute abend (Do) gegen 19 Uhr in Ludwigsburg sein. Fahre von Mannheim los. Bisher bin ich immer mit einem IC nach Vaihingen Enz gefahren und dann mit RB/RE weiter nach Ludwigsburg.

Eine normale Suche nach einer Verbindung, die um 19 Uhr in LB ankommt zeigt mehrere Verbindungen.  Aber keine brauchbare  mit IC. Stattdessen reihenweise ICE-Verbindungen. Die Folge: 35€ ohne Bahncard. Auch eine Verbindung mit EC ist dabei: 1:45  Stunden Fahrtzeit und zweimal umsteigen kosten dann nur noch 27€. Klare Sache – da nimmt man doch den ICE!

Eine genauere Suche (ohne ICE) zeigt mir dann aber doch meine gewünschte, vermeintlich gestrichene Verbindung an (s.o). Und das zu einem guten Preis von 25€! Warum denn  nicht gleich so? Da kann die EC-Verbindung mal voll einpacken und der ICE geht zwar 20 – 25 min schneller, kostet aber auch 10€ mehr.

Ich habe irgendwie den Eindruck, die Bahn will über die Verbindungsauskunft ihre teuren ICEs voll bekommen und so langsam aber sicher ein Grund haben die ICs abzuwracken (wenn es niemand weiß fährt auch niemand damit). Dabei sind die ICs tolle Züge. Schnell, günstig oft sehr komfortabel und vor allem findet man man so gut wie immer einen Platz.

Merke: Nicht sich auf die normale Suche verlassen, wenn man eine günstige, schnelle, komfortable Verbindung sucht.
Geheimtipp: IC-Verbindungen (Einstellung: ohne ICE)
Aber: Am besten selbst ausprobieren.

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Don’t panic!

23. Oktober 2008

Vor einiger Zeit bekam ich an einem verregneten Tag Besuch von einer für Hausbesuche bekannten Glaubensgemeinschaft, die sich nach meiner Sicht zum aktuellen Weltgeschehen erkundigte. Ich weiß nicht, ob die Frau über meine doch sehr optimistische Einstellung zu den Dingen überrascht war oder nicht. Dieser misslungene Einstieg hielt sie jedenfalls nicht davon ab mir trotzdem Hilfe,Trost und Orientierung in diesen schrecklichen Zeiten anzubieten. Um der Frau diesen verregneten Tag doch noch ein wenig erfreulich zu machen nahm ich ihr eben ein Wachturmexemplar ab, welches mir grüne Wiesen und mit Bären spielende Kinder versprach.

Heute stoße ich auf meinem täglichen Internetrundgang auf den Hohenheimer Aufruf zur Finanzkrise. Ein Aufruf von 20 Hohenheimer Professoren (die sich in diesem Thema wahrscheinlich recht gut auskennen), wie sich Banken, Politik, Wissenschaft, Unternehmen, Medien und Bürger in diesen Zeiten verhalten sollten. Obwohl ich mich in Finanzfragen überhaupt nicht auskenne und diesen Aufruf somit auch nicht bewerten kann, ist mir bei der Lektüre wieder eines klar geworden, was schon seit Jahren ein berühmter Reiseführer propagiert:

Don’t panic!

Der Grund liegt in den Self-fulfilling Prophecies. Kurz gesagt: Das, was ich glaube erfüllt sich. Wenn wir also scharf auf eine ausgewachsene Finanz- und Wirtschaftskrise sind, müssen wir nur weiter Panik schüren und Massenangst verbreiten. Von einem ähnlichen Effekt profitieren übrigens auch Terroristen: Massenangst und Panik durch übertriebene Berichterstattung und unsinnige “Anti-Terror-Gesetze”.

Bitte übernehmen sie Verantwortung! Und zwar … jetzt.

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Gütekriterien für gute Darstellungen von Daten

30. September 2008

Auf die irreführende Darstellung von Sachverhalten durch geschickte Manipulation von Diagrammen habe ich ja schon vor ein paar Wochen hingewiesen. Nun habe ich bei der Lektüre von Prüfungsliteratur Kriterien für gute Darstellungen gefunden. Da man in Zeitungen, Fernsehen, etc. ja ständig mit grafischen Darstellungen konfrontiert wird will ich diese Kriterien hier kurz notieren:

  • Die y-Achse beginnt bei Null und ist gleichmäßig eingeteilt (siehe Link oben).
  • Die x-Achse ist gleichmäßig eingeteilt. Der in dem Bildausschnitt dargestellte Bereich der x-Werte ist möglichst sachangemessen gewählt.
  • Die durch die verwendeten Symbole dargestellten Maße sind proportional zu den Zahlen, die sie darstellen sollen.
  • Alle Festlegungen von Achsenausschnitten, Einheiten usw. sind möglichst wenig willkürlich, sondern liegen durch die Fragestellung inhaltlich nahe.

Quelle: Büchter, A. & Henn, H.-W. (2005). Elementare Stochastik. Berlin, Heidelberg: Springer.

Ich halte es für immens wichtig, sich mit diesem Thema auseinanderzusetzen, da man sonst unter Umständen zu schnell falschen Informationen auf den Leim geht.

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Bitte keine Werbung einwerfen

26. Februar 2008

Bringt nichts!

Heute war wieder ein ganzes Paket an Werbematerialien in meinem Briefkasten. Allemeines Thema der Werbeflyer war diesesmal Umzug. 2x Umzugsfirma, 1x Teppichreinigung, 1x Bettenhaus für nach dem Umzug und 1x Autoankauf). Und das machte mich dann irgendwie stutzig. Warum bekomme ich ICH ausgerechnet JETZT verschiedene Werbezettel ausgerechnet Werbeflyer zum UMZUG?

Zufall? Wäre zumindest eine Möglichkeit. Eigentlich zieht doch jeder mal um.

Oder kein Zufall? Wusste die Werbezettel-Reinwerf-Firma vielleicht, dass ich Lehramtstudent bin, der gerade seine Regelstudienzeit mit 7 Semestern beendet hat, nachdem ich im WS 2004/05 begonnen habe? Deshalb vielleicht bald umziehen werde und somit auch meine Bude mit Teppichboden (den ich tatsächlich habe) ordentlich hinterlassen muss. Und wenn man ja schonmal umzieht kann man auch mal gern ein neues Bett kaufen – denn wenn schon denn schon. Und schließlich sind Studenten auch bekannt dafür Schrottkarren ihr eigen zu nennen. Ein Schrottkarren-Ankauf-Zettel gehört deshalb unbedingt in das Werbepaket, das man einem Studenten gegen Ende seines Studiums zukommen lassen kann.

Nun, ich gebe zu, dass man all diese Informationen noch vor etwa einem Jahr auf einer bekannten Community für Studenten einsehen konnte. Abgesehen davon, dass der Überbringer dieser Zettel an meinem Briefkasten hätte scheitern sollen bin ich eigentlich an diesem ganzen schlicht und ergreifend selbst Schuld! Man weiß es doch eigentlich besser …

Das erinnert mich daran, dass ich schon lange mal eine Cleaning-Google-Action machen wollte. Die Akte StudiVZ habe ich immerhin schon geschlossen. Vielleicht leg ich mir auch einfach mal einen Künstlernamen zu.

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Lebensweisheit #1

20. Februar 2008

Termoskannen werden allgemein unterschätzt.

Denn mit Thermoskannen kann man Flüssigkeiten nicht nur warm halten sondern auch kalt halten. Komilitonen wundern sich oft darüber, weshalb aus meiner Thermoskanne Wasser fließt. “Warum trinkst du kaltes Wasser?” bekomme ich des öfteren zu hören. Das liegt wohl daran, dass die Thermoskanne weithin mit warmhalten verknüpft ist. Aber warum Wasser und warum kalt? Nun Wasser ist billig und bestimmt gesund – ich glaub daran. Und warmes Wasser schmeckt nicht gut.

Vielleicht lasse ich mir irgendwann mal ein Gebrauchsmuster eintragen und jeder, der Wasser in Thermoskannen kalt hält, muss mir Geld zahlen :-)

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Quarks & Co über Terrorismus

14. Februar 2008

Da ich seit Anbeginn meines Lebens keinen Fernseher besitze, bietet mir das Internet eine gute Möglichkeit doch so manche sinnvolle Sendung zu sehen.

Sehr gut gefällt mir die Sendung Quarks & Co mit Ranga Yogeshwar. Eine der wenigen Infotainmentsendungen bei der man nicht ständig denkt: “Das kann man so doch gar nicht sagen.”
Die Sendung kann man sich hier herunterladen und per RSS abbonieren.

In der letzten Sendung ging es um Terror und seine Bekämpfung. Ich will jetzt aber keinen Sermon zur Vorratsdatenspeicherung loslassen, sondern nur ein wenig Interesse wecken die Sendung anzusehen, die wie ich finde ganz gut gemacht ist.

Sehr witzig fand ich, wie kleine süße Bienchen durch klassische Konditionierung für Anti-Terrormaßnahmen eingetzt werden könnten.

Sehr eindrucksvoll fand ich wie man mit Nagellackentferner und einer weiteren handelsüblichen Flüssigkeit eine mittelgroße Explosion bewirken kann.

Sehr interessant fand ich die psychologische Seite des Terrors, die am Schluß der Sendung behandelt wird.
So z.B. das angstgesteuerte Ausweichverhalten, das zu noch schlimmeren Folgen führen kann. So stiegen in Amerika nach dem 11.9. viele Leute vom Flugzeug auf das Auto um. Die Folge: Es kamen mehr Leute durch Autounfälle um’s Leben, da Auto fahren trotz Terror gefährlicher ist als Fliegen. Q&C spricht von 1600 zusätzlichen Toten. Bei dem Anschlag selber kamen laut Wikipedia 2996 Menschen um’s Leben.

Das beste Mittel gegen Terror sei deshalb laut Prof. Herfried Münkler, der in der Sendung zitiert wird, eine “heroische Gelassenheit”. Denn es werde “auch bei uns irgendwann zu einem Anschlag kommen!” Durch Angst jedoch wachse die Macht der Terroristen.
Die letzte These der Sendung, “Mehr Selbstsicherheit und Gelassenheit, anstatt mehr Sicherheitsmaßnahmen können das Fundament einer freien Gesellschaft stützen”, halte ich für richtig.

Das berühmte Franklin Zitat (“Wer die Freiheit aufgibt, um Sicherheit zu gewinnen, wird am Ende beides verlieren”) ist zwar laut http://antiterror.blog.de/2008/02/06/benjamin_franklin_zitat~3686513 nicht korrekt übersetzt, aber trotzdem in seiner Treffsicherheit ungeschlagen.

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Gang nach Canossa

10. Januar 2008

Bin gerade über eine alte Homepage eines Freundes gestolpert. Dessen damals unbedarfter Umgang mit rechtlichen Dingen (div. Downloads, Urheberrechte von Bildern, etc.) hat mich an den jähen Untergang meiner eigenen Hompage erinnert, die ich vor einigen Jahren mit einem anderen Freund zusammen, anlässlich des Versagens der deutschen Nationalmannschaft bei der EM2000, baute.
War sie erst unter euro2000fucker.sindcool.de zu erreichen registrierte man schließlich, einhergehend mit einer Erweiterung der thematischen Inhalte auf Che Guevara, die Domain http://www.revolutionaere.de – damals noch umsonst bei freecity.

Bei Anti-BertiVogts und Che Guevara sollte es jedoch nicht bleiben und weitere willkürliche Themen, die uns bewegten bestimmten den Inhalt. So entstand z.B. eine Shitlist von Leuten des öffentlichen Leben, die in jenem Monat durch besonders schlechte Taten hervorstachen. Das tolle dabei: Die Besucher konnten mittels Formular eine mehr oder weniger demokratische Wahl treffen. Der gewählte bekam dann den ichweißzumglücknichtmehr-Award per Email zugesandt.
Um Weihnachten dann fand, neben den obilgatorischen Downloads von div. Kleinsoftware, eine ganz besonders kreative Idee Einzug in unsere Homepage. Denn es war schließlich an der Zeit den Besuchern etwas zurückzugeben. Und um natürlich im schulweiten Wettbewerb, wer die bestbesuchte Homepage hat, weiter Boden gut zu machen (es gab damals etwa 10 Schüler die eine hatten).

Die neue Rubrik hieß Millionenklick – angelehnt an ein Gewinnspiel von web.de, das damals noch einen guten Emaildienst anbot (um mir einen kleine Seitenhieb zu erlauben). Für diese Rubrik hatte ich einen 20Mark-Schein eingescannt und hab diesen mit einer Anleitung zum ausdrucken und zusammenkleben als Weihnachtsgeschenk präsentiert. Das alles natürlich verpackt in eine schöne Geschichte und der Aufforderung diesen Geldschein kreativ zu benutzen. Z.B. um damit per Mail die Schulden der dritten Welt Länder zu begleichen o.ä.

Fanden einige auch ganz witzig – nur die Polizei nicht. Die kam meinem üblen Treiben nämlich sehr bald auf die Schliche und stand eines Mittags nach der Schule vor meiner Haustür und verlangte nach einem der da so eine Homepage gemacht hat. Mein erster Gedanke damals war, ob ich denn irgend so ein unsäglichen Preis gewonnen hatte. Es stellte sich aber sehr bald das Gegenteil heraus. Die Beschuldigung: Herstellung von Falschgeld und Aufruf zur Verbreitung. Pikanterweise war damals wegen der Währungsreform sehr viel Falschgeld im Umlauf.
Die beiden Herren waren natürlich zu zweit angerückt. Einmal Kripo Reutlingen und einmal LKA. Der LKA-Mann war nicht nett der Kripo-Mann dagegen schon. Ich hatte also meine Vertrauensperson gefunden. Das “Good Cop – Bad Cop” Prinzip eben. Zu diesem durfte ich dann mit meinem Freund, der mir erst nicht glaubte, auch zur Vernehmung – Dezernat Wirtschaftskriminalität.

Nach dem anfänglichen Schrecken und der vermeintlich drohenden Jugendhaftstrafe entpuppte sich das Gespräche als eher locker. Der Herr Oberhauptkommissar nahm alles auf Tonband auf und ich mit meinen stolzen 17 Jahren nahm alle Schuld auf mich um meinen 18-jährigen Freund zu entlasten (wohlgemerkt wusste er nicht mal von dem Geldschein und hatte auch keine Ahnung von Html). Die Vernehmung endete schließlich mit den Worten “Der Richter hört es immer ganz gern, wenn man sagt, dass man die Tat bereue und dies nie wieder tue.” Beide auf Tonband: “Wir bereuen die Tat und tun’s nie wieder”. Mit der Auflage die betreffenden Seiten (auch die Shitlist fand nicht gerade Anklang) sofort zu löschen wurden wir schließlich entlassen.

Ich löschte die Inhalte, war in der Schule ein Held und hatte, wie ich fand, die Schlacht um die beste Homepage gewonnen. Was dann aber auch das Ende meiner Homepage bedeutete, da ich keine Lust mehr und irgendwie auch ein bisschen Schiss hatte. Ich plante damals dann noch ein fulminantes Comeback (nachdem Gras über die Sache gewachsen wäre), das aber aus irgendwelchen Gründen Ausblieb.

Nach ein paar Monaten kam dann ein Brief von irgendeinem Gericht, das mir mittelte, dass die Klage fallengelassen wurde.

Um dann doch noch irgendwie hier einen Schulbezug reinzubekommen … es hatte mir damals keiner gesagt, dass man das nicht darf – schließlich war die Ironie offensichtlich und der Scan von schlechter Qualität! Dachte ich damals.
Nun wie auch immer. Mein Problem damals war wohl, dass ich zwischen privatem und öffentlichem Raum nicht unterschieden habe was im Internet fatal sein kann. Und wenn man sich so im Internet umsieht gelangt man unter Umständen zu der Erkenntnis, dass nicht nur Jugendliche diesbezüglich nicht gerade kompetenter geworden sind. Und auch ich leiste mir immer wieder gerne einen kleinen Faux-pas.

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Musikvertrieb in Netz

8. Januar 2008

Im vergangenen November hab ich einige Zeit im Pfullinger Artist Tonstudio verbracht. Der Grund war die aktuelle EP meiner Band “Herr Stilz seine Freunde“.
Herausgekommen sind dabei 4 Lieder. Die gab’s zwar auch schon davor aber jetzt auch in medialer Form.
Es ist schön, wenn man, nachdem alles fertig aufgenommen, gemischt, gemastert ist, das Gefühl hat, dass das das Beste ist was man bisher fabriziert hat.

Damit auch andere in den Genuss kommen haben wir ein Lied davon schonmal bei Myspace hochgeladen.

Desweiteren haben wir viel überlegt, wie wir die Platte vermarkten können. Zum einen erscheint die EP als Split-EP mit den wunderbaren Sugarbird aus Darmstadt. Zum anderen soll diese EP vor allem über’s Internet vermarktet werden. Da wir das Gefühl hatten, dass der letzte Deal mit Motor Digital nicht so “der Bringer” war versuchen wir es diesesmal wieder in Eigenregie.

Dazu wird es für die EP ein Portal geben über das man alle Lieder herunterladen kann und per Eingabefeld selbst entscheiden kann wieviel man zahlen möchte. Einschließlich 0€. Je nachdem welchen Betrag man eingegeben hat bekommt man verschiedene Zahlungsmöglichkeiten (oder eben auch keine) angzeigt. PayPal lohnt sich z.B. erst ab einem gewissen Betrag. Danach bekommt man seinen Downloadlink. Leute, die etwas bezahlt haben bekommen zudem, nachdem die Zahlung eingegangen ist, einen Zugangsschlüssel zu einem gesperrten Bereich in dem es noch weitere Schmankerl zum freien Download gibt. Wir planen z.B. Unplugged Aufnahmen, Videos, o.ä.
Zusätzlich zum Downloadangebot wird es aber auch eine physische Version auf CD geben, die es bei Konzerten zu kaufen gibt.

Warum machen wir das?

  • Wir wollen was Neues versuchen.
  • Wir wollen vor allem, dass mehr Leute unsere Musik hören.
  • Wir glauben an die Gleichung (viele-Leute-mit-wenig-Geld = wenig-Leute-mit-viel-Geld)
  • Der Gedanke, dass der Käufer den Preis selbst bestimmen kann gefällt uns.
  • Wie alle Bands, die das machen, sind wir natürlich auch scharf auf das Medienecho.

P.S.: Ich habe auf der Platte eine neue Anschlagtechnik (für E-Bass) ausprobiert. Nichts weltbewegendes aber ziemlich cool. Im Prinzip greift man einfach einen Quintakkord mit dem ersten und dritten Finger (Powercord ohne Oktave). Dazu mit dem Plektrum die Saiten von oben stark anschlagen. Wie gesagt nichts weltbewegendens aber ich hab immerhin ein paar Jahre gebraucht um das zu entdecken. Und ich hab bisher auch niemand gesehen der das so verwendet ;-)
Klingt auf den unteren Saiten (E und A) in den höheren Bünden (4- 10) abartig fett! In den zu tiefen Bünden klingts dagegen wummrig und zu hoch ists nicht fett.
Wenn man das richtig und vor allem beherzt macht hat man einen Sound, der durch Mark und Bein geht. Vorrausgesetzt der Bass ist sehr gut gestimmt ;-)
Die Technik bringts vor allem an tragenden Stellen. Wo man sich so in die Musik reinlegen kann und alles um einen herum verschwimmt bzw. einfach nicht mehr da ist.

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