Ich betreue seit Anfang des Schuljahres die Schulband. Damit wir nicht die kurze Probenzeit mit Organisatorischem verplappern, habe ich den Schülern vorgeschlagen die Kommunikation ins Internet zu verlegen. Mit meiner eigenen Band machen wir das genauso.
Mein erster Gedanke war: Ja, super. Dann leg ich in der neuen Moodleplattform ein Kurs an und …
Mein zweiter Gedanke war dann aber: Ach nee, dann muss ich das ja managen. Das können die Schüler doch genauso selber machen.
Also haben wir uns auf Facebook geeinigt. Ein Schüler hat eine Gruppe angelegt und alle sowie mich eingeladen. Ich habe davor noch schnell einen Account reaktiviert, den ich mal benutzt habe.
Die Kommunikation läuft super: Mein Gitarrist hat ein Logo entworfen und reingestellt. Die Schüler haben sich online auf einen Bandnamen geeinigt. Usw.
Ich muss lediglich ab und zu die Kommunikation etwas anstupsen. Aber dann läuft es. Fein.
Aber, ich muss sagen Facebook nervt. Die Beitragsstruktur ist schrecklich. Alle Beiträge erscheinen einfach untereinander. Das Logo verschwindet bald auf der zweiten Seite. Für jedes Diskussionsthema werden mehrere Beiträge gestartet, anstatt wie in einem ordentlichen Forum üblich nur ein Thread in dem dann alles zum Thema gesammelt angezeigt wird. Muss man auch, da ein Beitrag bei einem Kommentar nicht als “aktualisiert” markiert wird. Insgesamt keine Ordnung und Struktur. Außerdem kann ich meinen Piratennamen nicht in Herr Dinkel umbenennen.
Mein Fazit: Zum plappern geeignet. Für eine struktierierte Diskussion nicht geeignet. Sicher will Facebook das gar nicht können. Schnelllebigkeit scheint die Devise und das ist auch Ok so. Facebook darf ja machen was es will. Oder wie bei Google: Suchen statt ordnen.
Für meine Band ist das auch OK. Für den normalen Unterricht würde ich Facebook aber aus oben genannten Gründen nicht verwenden. Hier ganz klar Moodle.
