Archiv für die Kategorie ‘Information’

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Facebook in der Schule

11. Januar 2011

Ich betreue seit Anfang des Schuljahres die Schulband. Damit wir nicht die kurze Probenzeit mit Organisatorischem verplappern, habe ich den Schülern vorgeschlagen die Kommunikation ins Internet zu verlegen. Mit meiner eigenen Band machen wir das genauso.
Mein erster Gedanke war: Ja, super. Dann leg ich in der neuen Moodleplattform ein Kurs an und …
Mein zweiter Gedanke war dann aber: Ach nee, dann muss ich das ja managen. Das können die Schüler doch genauso selber machen.
Also haben wir uns auf Facebook geeinigt. Ein Schüler hat eine Gruppe angelegt und alle sowie mich eingeladen. Ich habe davor noch schnell einen Account reaktiviert, den ich mal benutzt habe.

Die Kommunikation läuft super: Mein Gitarrist hat ein Logo entworfen und reingestellt. Die Schüler haben sich online auf einen Bandnamen geeinigt. Usw.
Ich muss lediglich ab und zu die Kommunikation etwas anstupsen. Aber dann läuft es. Fein.

Aber, ich muss sagen Facebook nervt. Die Beitragsstruktur ist schrecklich. Alle Beiträge erscheinen einfach untereinander. Das Logo verschwindet bald auf der zweiten Seite. Für jedes Diskussionsthema werden mehrere Beiträge gestartet, anstatt wie in einem ordentlichen Forum üblich nur ein Thread in dem dann alles zum Thema gesammelt angezeigt wird. Muss man auch, da ein Beitrag bei einem Kommentar nicht als “aktualisiert” markiert wird. Insgesamt keine Ordnung und Struktur. Außerdem kann ich meinen Piratennamen nicht in Herr Dinkel umbenennen.

Mein Fazit: Zum plappern geeignet. Für eine struktierierte Diskussion nicht geeignet. Sicher will Facebook das gar nicht können. Schnelllebigkeit scheint die Devise und das ist auch Ok so. Facebook darf ja machen was es will. Oder wie bei Google: Suchen statt ordnen.

Für meine Band ist das auch OK. Für den normalen Unterricht würde ich Facebook aber aus oben genannten Gründen nicht verwenden. Hier ganz klar Moodle.

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Twitter als Lehrer effektiv nutzen II

25. Februar 2010

Twitter ist ja mittlerweile ein altes Thema – zumindest für Netzies. Ich möchte es trotzdem nochmal aufgreifen.

Vor einiger Zeit schrieb ich einen Beitrag, wie ich als Lehrer Twitter nutzen möchte. Mein Credo: Ich will Fragen an andere Lehrer stellen!

Damals meinte ich, dass man Twitter in irgendeiner Art Zweckentfremden müsste, damit das gut funktioniert (wegen dem Rauschen). Mittlerweile bin ich mit dem “normalen Zweck” und den “normalen Funktionen” voll zufrieden. Ich habe mir meine eigenes kleines Netzwerk zusammen geschustert und wenn ich eine Frage stelle wie “Kennt jemand ein gutes Buch für Freihandexperimente? #Physik” bekomme ich in der Regel innerhalb 1 Stunde 1-3 Antworten aus allen möglichen Enden des Netzes. Mehr will ich nicht! Das funktioniert! Einzige Voraussetzung: Ein gutes Netzwerk.

Wie baut man sich ein Netzwerk auf (einzelne Personen haben dazu schon einiges geschrieben)? Auf einen Nenner gebracht: Selbst Input geben. Ich behaupte mal der eigene Input regelt den Erfolg des Netzwerkes.

1. Beispiel: Christian Spannagel gibt wahnsinnig viel qualitativ hochwertigen Input in sein Netzwerk. Gleichzeitig erntet er auch wahnsinnig viel Output.

2. Beispiel: Jan-Martin Klinge bloggt seit ein paar Monaten und twittert auch fleißig. Seit dem haben wir nach dem Studium wieder Kontakt und konnten uns das eine oder andere mal schon “Bälle zu werfen”.

Das ist Maschendraht! Das ist ein neuronales Netz! Das funktioniert! Und das hilft!

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Twitter als Lehrer effektiver nutzen

14. Mai 2009

Heute mal wieder Priorität für nen Blogbeitrag gesetzt:

Ich will Twitter als Lehrer effektiver nutzen! Kurze Lebensweisheiten schreiben und lesen ist zwar ganz nett, aber für den produktiven Gebrauch ist das Rauschen einfach sehr hoch.

Ich will über Twitter anderen Lehrern Fragen stellen. Z.B.: “Hat jemand einen heißen Tipp wie man xy einführen kann?”
Die Vernetzung über Twitter ist dazu ideal – schnell und kurz.
Ich weiß aber nicht so recht, wie man das umsetzen kann.

Mein Gedanke sieht so aus:
Ich stelle meine Frage über das Twitternetzwerk. Andere Lehrer bekommen diese Frage. Allerdings ohne, dass sie mich abonniert haben, damit die nicht mein sonstiges Gelaber bekommen. Die Frage erscheint dann bei den anderen in ihrem gewählten Twitterclient an repräsentativer Stelle, so dass es nicht im Rauschen untergeht. Antworten bekomme ich dann direkt an mich. Wenn sich wiederum jemand für die gleiche Frage interessiert kann er bei mir nachfragen, ob ich Antworten bekommen habe. Das System funktioniert dann natürlich in alle Richtungen. Also ein Fragennetzwerk ohne Antworten.

Ich weiß allerdings nicht so recht, wie sich das technisch einfach umsetzen lassen könnte. Der Punkt ist:

  • Nutzer bekommen Nachrichten von jemandem den sie gar nicht abonniert haben.
  • Nutzer antworten jemandem, der sie gar nicht abonniert hat.
  • Das ganze müsste zentral gesammelt werden (Archiv).
  • Diese Fragen gehen nicht in die “private” Timeline sondern werden gesondert angezeigt.
  • Wie hält man Spam heraus. Schließlich erreichen Werber über das System ein komplette Zielgruppe, die sie auch effektiv bewerben können. Aber das soll ja nicht Sinn der Sache sein.

Früher hätte man sowas mit Mailinglisten oder Newsgroups gelöst. Aber heute haben wir Twitter. Das geht schneller!
Vielleicht irgendwie über Hashtags? Ich habe mich leider noch nicht gut genug mit Twitter beschäftigt, dass ich die Möglichkeiten einschätzen könnte. Aber deswegen sind wir ja vernetzt ;-)

Weiß jemand Rat? Vorschläge?

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Don’t panic!

23. Oktober 2008

Vor einiger Zeit bekam ich an einem verregneten Tag Besuch von einer für Hausbesuche bekannten Glaubensgemeinschaft, die sich nach meiner Sicht zum aktuellen Weltgeschehen erkundigte. Ich weiß nicht, ob die Frau über meine doch sehr optimistische Einstellung zu den Dingen überrascht war oder nicht. Dieser misslungene Einstieg hielt sie jedenfalls nicht davon ab mir trotzdem Hilfe,Trost und Orientierung in diesen schrecklichen Zeiten anzubieten. Um der Frau diesen verregneten Tag doch noch ein wenig erfreulich zu machen nahm ich ihr eben ein Wachturmexemplar ab, welches mir grüne Wiesen und mit Bären spielende Kinder versprach.

Heute stoße ich auf meinem täglichen Internetrundgang auf den Hohenheimer Aufruf zur Finanzkrise. Ein Aufruf von 20 Hohenheimer Professoren (die sich in diesem Thema wahrscheinlich recht gut auskennen), wie sich Banken, Politik, Wissenschaft, Unternehmen, Medien und Bürger in diesen Zeiten verhalten sollten. Obwohl ich mich in Finanzfragen überhaupt nicht auskenne und diesen Aufruf somit auch nicht bewerten kann, ist mir bei der Lektüre wieder eines klar geworden, was schon seit Jahren ein berühmter Reiseführer propagiert:

Don’t panic!

Der Grund liegt in den Self-fulfilling Prophecies. Kurz gesagt: Das, was ich glaube erfüllt sich. Wenn wir also scharf auf eine ausgewachsene Finanz- und Wirtschaftskrise sind, müssen wir nur weiter Panik schüren und Massenangst verbreiten. Von einem ähnlichen Effekt profitieren übrigens auch Terroristen: Massenangst und Panik durch übertriebene Berichterstattung und unsinnige “Anti-Terror-Gesetze”.

Bitte übernehmen sie Verantwortung! Und zwar … jetzt.

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Gütekriterien für gute Darstellungen von Daten

30. September 2008

Auf die irreführende Darstellung von Sachverhalten durch geschickte Manipulation von Diagrammen habe ich ja schon vor ein paar Wochen hingewiesen. Nun habe ich bei der Lektüre von Prüfungsliteratur Kriterien für gute Darstellungen gefunden. Da man in Zeitungen, Fernsehen, etc. ja ständig mit grafischen Darstellungen konfrontiert wird will ich diese Kriterien hier kurz notieren:

  • Die y-Achse beginnt bei Null und ist gleichmäßig eingeteilt (siehe Link oben).
  • Die x-Achse ist gleichmäßig eingeteilt. Der in dem Bildausschnitt dargestellte Bereich der x-Werte ist möglichst sachangemessen gewählt.
  • Die durch die verwendeten Symbole dargestellten Maße sind proportional zu den Zahlen, die sie darstellen sollen.
  • Alle Festlegungen von Achsenausschnitten, Einheiten usw. sind möglichst wenig willkürlich, sondern liegen durch die Fragestellung inhaltlich nahe.

Quelle: Büchter, A. & Henn, H.-W. (2005). Elementare Stochastik. Berlin, Heidelberg: Springer.

Ich halte es für immens wichtig, sich mit diesem Thema auseinanderzusetzen, da man sonst unter Umständen zu schnell falschen Informationen auf den Leim geht.

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Aussagen von Diagrammen

23. Juli 2008

Der Klima-Lügendetektor hat in einer bekannten deutschen Zeitung eine Anzeige einer bekannten Automarke entdeckt.

Wenn man sich das Diagramm dieser Anzeige anschaut könnte man schnell meinen, dass diese Firma im Kraftstoffverbrauch ihrer Flott enorme Fortschritte gemacht hat. Man stelle sich nun aber vor, wie die Grafik aussehen würde, wenn die y-Achse bis zum unteren Ende gezeichnet worden wäre. Also bis zu 0 l/100km. Würde man diesen Eindruck dann immer noch gewinnen?

Toll was man mit Daten machen kann, wenn man sie ein bisschen geschickter darstellt.

Hat jemand weitere Beispiele? Sowas kann man bestimmt schön in der Schule einsetzen.

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Offene Dokumentstandards

11. Juni 2008

Ich habe vor ein paar Tagen meine erste *.docx Datei bekommen. Das ist das neue (pseudo-offene) Dateiformat OOXML von MS Office. Natürlich ließ sie sich mit dem Word an der Hochschule nicht öffnen. Scheinbar gibt es dafür so einen Konverter. Aber der soll laut einem Kommilitonen auch nicht so richtig funktionieren.

Dumm nur, dass dieses Dateiformat vor kurzem von der ISO zu einem offenen Standard erhoben wurde. Toller Standard, wenn er nicht mit dem Officeprogramm meiner Wahl kooperiert. Brasilien, Indien, Südafrika und Venezuela haben gegen diesen Entschluss jetzt Protest eingelegt (Quelle). Danke!

Ob ODF oder OOXML ist mir ja prinzipiell egal. Auch wenn das eine von Microsoft ist. Was die Menschheit aber braucht ist ein (wegen mir auch mehrere) offener Standard für Dokumente, der sich mit jedem Programm verlustfrei öffnen lässt und der auch nicht durch irgendwelche Patente geschütz ist etc.
Das Ziel ist doch, dass jeder User Dokumente mit dem Programm seiner Wahl (MS Office, OpenOffice, StarOffice, …) öffnen kann. Und das am besten auch noch in zehn Jahren. Die aktuelle Situation ist verheerend. Alte Dokumente (vor allem alte docs) lassen sich mit aktueller Software (des gleichen Herstellers) kaum noch öffnen. Ein Kommilitone hat für solche Fälle nach eigener Aussage extra noch einen alten Win95-Rechner herumstehen. Und aktuelle Docs lassen sich nur unter Verlusten mit anderer Software öffnen. Irgendwer hat auch mal gesagt “das 21 Jahrhundert ist das am schlechtesten dokumentierte überhaupt”. Da ist wohl was dran …

Deshalb: Offene Standards für Dokumente jeglicher Art!
Wenigstens scheint Microsoft bald wohl das wirklich offene Format ODF unterstützen wollen (Quelle). Und falls OOXML dann doch noch vor der ISO scheitert bzw. soweit verbessert wird, dass man von einem offenen Standard sprechen kann, besteht Hoffnung für eine freie Informationsgesellschaft.

Vor allem für die Schule finde ich es wichtig offene Standards zu verwenden. Schließlich kann man niemand zwingen sich eine bestimmte Software zu kaufen – schon gar nicht in der Schule! Ausführlicher habe ich mich damit mal in einem älteren Beitrag beschäftigt.

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Lokale Betriebssysteme sind doch out

29. April 2008

Google geht mir auf den Wecker! Irgendwie ist mir in letzter Zeit aufgefallen, dass Google theoretisch über meine komplette Persönlichkeit bescheid weiß. Ein Indikator zu dieser Erkenntnis war, dass Google in seinem Mailangebot am oberen Bildschirmrand immer öfter Werbung brachte, die sich direkt auf den Inhalt der Mail bezog. Mitunter auf sehr persönliches. Dinge, die Google eben wirlich nichts angehen. Dinge, die vielleicht auch nicht jeden Bekannten etwas angehen. Fairerweise muss man sagen, Google macht nur das, was ich ihnen erlaubt habe. Lange Rede kurzer Sinn: Ich will weg von dieser Datenkrake.

Dummerweise sind die Dienste von Google einfach genial. Es muss also ein Ersatz her, der zumindest möglichst nah ran kommt.

Insgeheim träume ich ja von einem virtuellen Schreibtisch im Internet. Ein Arbeitsplatz also, an dem ich alles von jedem Computer aus ohne große Vorraussetzungen erledigen kann. Natürlich web2nullig mit Kooperation und so. Es gibt zwar viele Dienste, die tolle Tools anbieten, allerdings will ich alles zusammen und einheitlich haben (googleapps, zoho, …?). Da besteht aber sofort das Problem, dass ein Dienst alleine gesammelt meine Daten hat. Will ich aber nicht. Besonders nicht zu Benutzungsbedingen wie bei Google. Näheres dazu bei Wolfgang Neuhaus.

Ich habe mir deshalb mit einem Kumpel überlegt, dass wir uns einen Root-Server anschaffen auf dem wir unser eigener Dienstleister sein können. Mit Mailserver, Webserver, usw.

Bei vielen Groupwareprodukten (egroupware, citadel, horde) fehlt mir dabei leider die Funktionalität, die ich von Google gewöhnt bin. Hauptsächlich vermisse ich z.B. eine Autovervollständigung von Emailadressen. Wer führt denn heutzutage noch ein Emailadressbuch? Ich jedenfalls nicht.

Bei der Suche nach anderen geeigneten Programmen bin ich auf eyeOS gestoßen. Eine Art Betriebssystem für den Browser. Basiert dabei wie Googleapps auf AJAX. Das macht das ganze schön interaktiv und ermöglicht Dinge wie die Autovervollständigung. Man installiert die Software also auf dem Webserver und hat, so wie ich mir das vorstelle, an jedem Rechner (auch Palm, etc.) sein eigenes Betriebssystem mit den wichtigsten Programmen, die man zum vernetzten Arbeiten benötigt. Lokale Ordner können dabei mit Ordnern auf dem Server synchronisiert werden. Ein erster Blick verspricht viel Gutes – Tolle Funktionen, Durchdacht und Hübsch. Witzig, jedoch irgendwie sinnlos finde ich den Browser im Browser. Schön wär’s, wenn man dieses “Betriebssystem” direkt beim Anmelden am System als Oberfläche auswählen könnte. Also anstatt GNOME, KDE, o.ä.
Ich werde die Software wohl in den nächsten Wochen auf nem lokalen Webserver testen und dann vielleicht mal mehr dazu schreiben.

Falls jemand tolle Software kennt, die meine beschriebenen Anforderungen erfüllt würde ich mich über einen Hinweis freuen. Natürlich nur freie Software.

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Quarks & Co über Terrorismus

14. Februar 2008

Da ich seit Anbeginn meines Lebens keinen Fernseher besitze, bietet mir das Internet eine gute Möglichkeit doch so manche sinnvolle Sendung zu sehen.

Sehr gut gefällt mir die Sendung Quarks & Co mit Ranga Yogeshwar. Eine der wenigen Infotainmentsendungen bei der man nicht ständig denkt: “Das kann man so doch gar nicht sagen.”
Die Sendung kann man sich hier herunterladen und per RSS abbonieren.

In der letzten Sendung ging es um Terror und seine Bekämpfung. Ich will jetzt aber keinen Sermon zur Vorratsdatenspeicherung loslassen, sondern nur ein wenig Interesse wecken die Sendung anzusehen, die wie ich finde ganz gut gemacht ist.

Sehr witzig fand ich, wie kleine süße Bienchen durch klassische Konditionierung für Anti-Terrormaßnahmen eingetzt werden könnten.

Sehr eindrucksvoll fand ich wie man mit Nagellackentferner und einer weiteren handelsüblichen Flüssigkeit eine mittelgroße Explosion bewirken kann.

Sehr interessant fand ich die psychologische Seite des Terrors, die am Schluß der Sendung behandelt wird.
So z.B. das angstgesteuerte Ausweichverhalten, das zu noch schlimmeren Folgen führen kann. So stiegen in Amerika nach dem 11.9. viele Leute vom Flugzeug auf das Auto um. Die Folge: Es kamen mehr Leute durch Autounfälle um’s Leben, da Auto fahren trotz Terror gefährlicher ist als Fliegen. Q&C spricht von 1600 zusätzlichen Toten. Bei dem Anschlag selber kamen laut Wikipedia 2996 Menschen um’s Leben.

Das beste Mittel gegen Terror sei deshalb laut Prof. Herfried Münkler, der in der Sendung zitiert wird, eine “heroische Gelassenheit”. Denn es werde “auch bei uns irgendwann zu einem Anschlag kommen!” Durch Angst jedoch wachse die Macht der Terroristen.
Die letzte These der Sendung, “Mehr Selbstsicherheit und Gelassenheit, anstatt mehr Sicherheitsmaßnahmen können das Fundament einer freien Gesellschaft stützen”, halte ich für richtig.

Das berühmte Franklin Zitat (“Wer die Freiheit aufgibt, um Sicherheit zu gewinnen, wird am Ende beides verlieren”) ist zwar laut http://antiterror.blog.de/2008/02/06/benjamin_franklin_zitat~3686513 nicht korrekt übersetzt, aber trotzdem in seiner Treffsicherheit ungeschlagen.

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books.google

18. Dezember 2007

Habe heute beim Stöbern in den google-Diensten books.google.de entdeckt.

Hab zwar davor schon mal davon gehört, dass google Bücher ins Internet setzt, dem bisher aber keine große Beachtung geschenkt.
Dieser google Dienst hat es aber in sich – soweit ich das nach 20 min rumprobieren beurteilen kann.

Wie von Suchmaschinen gewöhnt gibt man einfach Begriffe ein zu denen dann eben Bücher gesucht werden. Wenn man Glück hat gibt es zu dem Buch eine Vorschau in einem PDF/A Format. Das heißt man sieht das bzw. dessen Seiten auf dem Desktop. Wenn man möchte kann man sich das Buch auch in seine persönliche Bibliothek stellen.

Zum richtigen Lesen ist das natürlich nicht so toll, da die Qualität der Seiten eher mau ist. Und beim am-Bildschirm-lesen scheiden sich eh die Geister.
Richtig praktisch ist dieser Dienst aber wenn man z.B. Zitate aus anderen Büchern nachschlagen will. Man muss also nicht in die Biblithek rennen um kurz ein Zitat zu überprüfen bzw. dessen Kontext lesen sondern kann das mit etwas Glück am Rechner machen. Wenn es zu dem gesuchten Buch keine Vorschau gibt kann es sein es gibt zu einer älteren eine.
Desweiteren hat man (Internet vorrausgesetzt) immer eine kleine Bibliothek zur Hand. Auch für Bücher, die man selbst besitzt ist das natürlich praktisch, da man die nicht immer mitschleppen muss, was bei entsprechender Dicke und Größe sehr mühsam sein kann.
In Kombination mit einer Literaturrecherche ist dieser Dienst auch ganz praktisch, da man sich u.U. gleich ansehen kann welchen Inhalt das Buch hat und ob das gesuchte Thema dort behandelt wird.
Auch ganz toll ist natürlich die Suchfunktion was bei einem gedruckten Buch logischerweise nicht funktioniert.
Außerdem erhält man so noch mehr Informationen zu dem Buch, Querverweise, Referenzen, etc.
Und viele weitere Features natürlich.

Aber wo Licht ist, ist natürlich auch Schatten. Denn wie schon erwähnt gibt es die Bücher nur teilweise in einer Vorschau. In dieser fehlen dann zum Teil auch Seiten. Ob man damit auch Romane findest hab ich zu kurz getestet um darüber eine Aussage zu machen.
Aber ich denke, dass es nicht das Ziel dieses Dienstes ist eine komplette Bibliothek der Weltliteratur zu schaffen, sondern einem einfach das Leben zu erleichtern. Denn wie schon gesagt ersetzt dies natürlich nicht die gedruckte Ausgabe eines Buches. Genuso wie Musik auf Myspace nicht eine CD ersetzt.

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