Archiv für die Kategorie ‘Informatik’

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Zellnamen Wetthüpfen

3. März 2010

Habe heute in IT ein witziges Spiel gespielt um die Bezeichnung von Zellnamen zu üben.

Die Idee dazu kam allerdings von 2 Schülern:
In der 5min Pause blieb der Beamer an und zeigte ein Tabellenblatt an der Wand. Zwei Schüler stellten sich zwischen Beamer und Wand und sprangen hoch um mit dem Schattenwurf der nach oben gestreckten Hand möglichst hoch zu kommen. Ich fragte dann wie denn das Feld heiße, dass sie gerade erreicht haben: B4. Und schon war eine kurze Übungsphase für nach der Pause geboren.

Alles was noch zu tun war: Die Schüler in eine Reihe aufstellen und die Beiden ihr Spiel erklären lassen.

Zugegebenermaßen ist es ein wenig unfair, da mache Schüler einfach größer sind. Aber allen hat es Spaß gemacht.

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10-Finger-Schreiben

25. Februar 2010

Weil ich darüber vor ein paar Tagen ein paar in Twitter las und weil ich es gerade im Media-Culture-Blog lese, kurz ein paar Gedanken dazu:

Das 10-Finger-Tippsystem scheint mir für die Schule ein sehr strittiges Thema zu sein. Die einen schwören darauf, die anderen halten es für unnütz. Dazwischen scheint es nicht viel zu geben. Soweit meine Beobachtung.

Ich setzte das System in meiner 5.Klasse (RS, BW) ein. Immer am Anfang einer Doppelstunde ca. 5 min (Quasi als Ritual). Zum einen lernen die Kinder das System, dessen Nutzen sich sicher nicht von der Hand weisen lässt, aber vor allem habe ich so lange Zeit mich um organisatorisches und technisches zu kümmern: Also Schüler, die mal wieder ihr Passwort vergessen haben, defekte Rechner, etc. Die Schüler machen das gerne. Vor allem auch, weil Erfolge relativ schnell sichtbar werden. Dann kurz nach den aktuellen Punktzahlen fragen, loben, und los geht es mit dem Unterricht.

Ich werde mich aber hüten, eine ganze Schulstunde damit zu füllen. Das ist sicher zäh, demotivierend und destruktiv.

Zum Thema Bildungsplan (RS, BW). Dort steht zum Thema Tastatur:

Die Schüler können:

  • verschiedene Geräte zur Eingabe von Daten einsetzen.
  • ergonomische Anforderungen an einen Computer-Arbeitsplatz aufstellen.

Das war’s! Nichts von 10-Finger-Tippsystem im Bildungsplan! Aber man kann den Einsatz mit ihm begründen ;-)

Und wenn ich mal ganz ehrlich bin: Ich kann’s auch nicht, kann aber trotzdem ausreichend schnell schreiben. Trotzdem könnt ich es gerne. Dann aber ein sinnvolles System wie NEO und nicht QWERTZ!

Ach ja: Das Argument man bilde am Gymnasium keine Sekretärinnen aus ist natürlich Schwachsinn. Auch als Wissenschaftler muss man sehr viel schreiben. Es gibt sicher bessere Argumente, weshalb man das 10-Finger-System nicht unbedingt in der Schule machen muss.

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Differenziert mit dem Buch üben (Mathe)

4. Februar 2010

Es gibt ja viele Methoden differenziert zu üben: Stationen, Lerntheke, Tandembogen, etc.
Die Methoden haben aber einen Nachteil: Papierkrieg.

Ich übe gern auch mit dem Buch. Immerhin hat die Stadt das Buch teuer gekauft und die Schüler fordern auch, dass die Aufgaben aus dem Buch gerechnet werden (warum auch immer). Und auch im Buch sind gute Aufgaben.Unsinnig wird es halt dann, wenn man Aufgaben aus dem Buch z.B. zu einer Lerntheke zusammen schnippelt.

Ich habe vor einer Weile eine nette Möglichkeit gefunden, wie man sinnvoll mit dem Buch differenziert üben kann. Sicher bin ich nicht der erste, der auf diese Idee gekommen ist!
Ich nenne es mal die Algorithmus-Methode und versuche sie ohne große Worte zu skizzieren:

algorithmus_ueben

Vielleicht eine ganz kurze Erklärung: Die Schüler starten bei der Basisaufgabe. Danach, je nach Erfolg, folgen schwere oder leichte Aufgaben. Die Schüler folgen den Pfeilen.

Soweit das Grundprinzip (die Lösungen hängen aus). Kann natürlich beliebig variiert werden: Mehr Aufgaben, Tankstellen zur Erholung (Leckereien), Ein Pfeil zum Problemtisch (wo sich alle treffen, die Hilfe brauchen), Pfeil zu einer Stationsaufgabe, (vielleicht kann man auch irgendwie ein Schleife einbauen), etc.
Theoretisch kann man so natürlich auch eine Stationsarbeit steuern. Aber ich will ja mit dem Buch arbeiten.
Vorteil dieser Methode: Aufgaben aus dem Buch, schnell vorzubereiten, Schüler lernen einen Algorithmus kennen.
Nachteil: Trotzdem kein individueller Lernweg (aber welche Methode bietet das schon), stark auf Fachkompetenz ausgelegt

Sicher sollte man nicht nur mit dieser Methode arbeiten, da sie z.B. im Gegensatz zum Tandembogen keine Sozialkompetenz fördert.

Kennt jemand weitere Möglichkeiten mit dem Buch sinnvoll und differenziert zu arbeiten?

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Der Computer als Werkzeug

3. Februar 2010

Ich halte es (in der Schule) für absolut wichtig den Computer als hilfreiches Werkzeug zu vermitteln.

Ich höre so oft: “Der Computer macht alles komplizierter.” Meist dann auch verbunden  mit der Aussage: “Das fang ich erst gar nicht an!”
Ich will aber hören: “Wow, der Computer hat mir jetzt aber ein Haufen Arbeit abgenommen!” Was er sehr oft auch tut, was aber von vielen nicht bemerkt wird.

Sicherlich ist eine gewisse “Aktivierungseergie” aufzubringen um wesentliche Basiskonzepte zu erlernen. Aber dann soll der Computer mir das Leben einfacher machen!

Ich versuche diesen Gedanken wenn möglich in meinen IT-Unterricht einfließen zu lassen. Heute habe ich die 6er als Einführung in Tabellenkalkulation die Kosten für die Getränke eines (noch fiktiven) Klassenfestes kalkulieren lassen. Nachdem manche, ohne dass ich es ihnen jemals befohlen hätte, schon wie wild an der Tafel von Hand gerechnet haben, habe ich sie alle Einzelpreise in einer Formel zusammenrechnen lassen (=2,68+3,24+…). Der Rechenfehler an der Tafel wurde aufgedeckt und “hey”, Excel kann ja rechnen! Eine Schülerin meinte: “Das ist ja voll cool mit den Formeln!” Das hat mich sehr gefreut! Die werden sich noch wundern wenn ich denen noch mehr “Tricks” zeige …

Ich dachte ja erst: “Oje, Tabellenkalkulation. Wenn die rausfinden, dass das was mit Mathe zu tun hat …” Aber eigentlich bleibt ihnen dadurch der unangenehme Teil von Mathe erspart und man kann sich den wirklich interessanten Dingen widmen: Mathematisieren, Modellieren, Argumentieren, …

Nicht, dass jetzt der Eindruck entsteht das war jetzt ein super Unterricht. Nein, der hatte schon seine Schwachstellen. Aber ich glaube das Konzept, die Idee, der rote Faden war wirklich gut und ich bin hier auf dem richtigen Weg.

Ich unterstütze in dieser Hinsicht absolut Christian Spannagels Statement, dass Softwarenutzung anhand authentischer Probleme erlernt werden muss.

Aber ich möchte auch so weit gehen zu sagen: Wenn der Computer es nicht einfacher macht, dann doch bitte ohne! Aber ich glaube der Fall wird nach und nach verschwinden. Und ich glaube die “Aktivierungsenergie” wird nach und nach geringer. Nur bei der Einstellung dem Computer gegenüber bin ich mir noch nicht so sicher.

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Ein Himmel voller Projekte

17. November 2009

Hoppla … ich stell gerade fest, dass ich die nächsten Wochen fast nur noch projektorientiert unterrichte.

Die 5er in IT: Ok. Da mach ich gerade noch “normalen” Unterricht. Aber sobald der Unterrichtsbesuch vorbei ist, will ich zum Thema Internet eigentlich auch ein kleines Projektchen machen.

Die 6er in IT: Die müssen bis Weihnachten einen Vortrag über ein Thema ihrer Wahl (Hobbys, …) halten. Hier arbeiten die Schüler relativ selbständig. Ab und zu zeige ich ein paar Funktionen von Powerpoint oder stelle Regeln auf. Ich geh hier noch nicht so sehr ins Detail (kommt in Klasse 7). Wichtig ist mir erst einmal, dass die Schüler ihre Präsentation nicht mit Text vollpflastern, sondern um ein Bild oder ein Stichwort eine “Geschichte” erzählen. Das heißt ich bremse sie auch noch nicht so sehr, wenn die ausufernd Effekte verwenden. Ich finde das darf am Anfang ruhig sein. Der spielerische Aspekt sollte nicht zu schnell abgewöhnt werden. Das reicht auch noch in den höheren Klassen. Und vielleicht muss man durch diese Phase einfach durch.

Die 7er in Mathe: Das ist ein “Pflichtprojekt” vom Lehrerseminar. Thema und Fach konnte ich aber frei wählen. Ich lasse die Schüler Umfragen durchführen, auswerten und präsentieren. Hier lege ich besonders Wert auf das Arbeiten im Projekt selbst.

Die 9er in Physik: Ein “Pflichtprojekt” meiner Schule zum Themenkreis Energie. Wir (meine Schüler und ich) haben uns auf die Sonnenenergie geeinigt. Ist im Winter sicher spannend und wirft bestimmt einige Fragen auf, die die Schüler untersuchen können. Hier will ich wirklich nur sehr wenig (außer die Rahmenbedingungen) vorgeben und die Schüler weitgehend selbst arbeiten lassen.

Hoffentlich verlerne ich nicht das normale Unterrichten ;-)

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Captchas und das Leiden der jungen 5er

10. November 2009

Ich wollte schon vor ein paar Jahren etwas über diese leidigen Dinger schreiben. Captchas sind die Teile, die überprüfen ob man ein Mensch ist. Meist eine verzogene Schrift in einem Bild, die man entziffern muss.

Meine 5er und ich sind heute in IT daran verzweifelt. Eigentlich wollte ich nur mir ihnen eine E-Mailadresse anlegen. Aber ständig kommen diese blöden Dinger und dann muss man auch noch das Passwort zweimal hintereinander richtig eingeben. 5 haben es etwa in den ersten 10 min geschafft. Die anderen, einschließlich mir, sind verzweifelt.

Ich muss gestehen, ich kann auch nur etwa 1/4 davon lösen.

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Meldekärtchen

21. September 2009

Ich führe für IT Meldekärtchen ein.

Das sind rote und grüne laminierte Kärtchen (ähnliche Größe wie beim Fußball). Grün bedeutet: “Ich bin fertig”. Rot bedeutet: “Ich brauche Hilfe”.

Die Schüler bekommen diese für eine Arbeitsphase und können so ihren Status anzeigen. Und ich kann das schnell einordnen.

Mal sehen wie’s ankommt.

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STOPP

10. Juni 2009

Nein, kein Artikel über Zensursula!

Ganz einfach ein verbales Signal oder Ritual, das sehr gut beim unterbrechen der arbeitenden Schüler helfen kann.
Vor allem im Informatikunterricht hilfreich, wo die Schüler oft mit dem Rücken zum Lehrer Sitzen (U-Form: Computer Richtung Wand).

Ich war wirklich sehr erstaunt wie gut das funktioniert.

Einer verschärfende Ergänzung wäre: “Monitore aus!”
Die Softwareseitige Lösung die Monitore auszuschalten gefällt mir nicht so gut. Nervt, wenn es bei einzelnen Rechnern nicht funktioniert.

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Back to the roots

9. Februar 2009

Ich hätte nie gedacht, dass ich eines Tages wieder einen Kalender aus Papierbenutzen würde. In den letzten Jahren hab ich alle Termine mit dem Handy verwaltet. Das ging in der Regel gut, da normalerweise nicht mehr als zwei Dinge pro Tag anstanden. Jetzt muß ich einiges mehr aufschreiben und zudem sind Handys an der Schule verboten und da will ich ja mit gutem Beispiel voran gehen und nicht ständig damit wegen Terminen rumfummeln. Außerdem: Die Gefahr, dass es vielleicht doch klingelt ist viel zu groß ;-)

Bisher bin ich eigentlich recht glücklich mit allem. Spannend wird sicher ein Thema in einer 9ten Klasse in der ich vielleicht über ITG “fachfremd” ;-) Technik unterrichte: Steuern und Regeln (mit QBasic). Falls das so sein wird werd ich sicher berichten.

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As time goes by

16. Dezember 2008

Lang ist’s her, dass ich hier etwas geschrieben habe.

In der Zwischenzeit ist so einiges passiert. Zu allererst freue ich mich, dass ich in den letzten Monaten mein erstes Staatsexamen abgelegt habe. Im Großen und Ganzen bin ich damit auch zufrieden. Für’s Referendariat das im Februar beginnt musste ich allerdings eines meiner vier Fächer ablegen. Getroffen hat es Technik – zugunsten von Informatik. Die Entscheidung fiel mir nicht leicht, da beides Fächer sind, die mir sehr am Herzen liegen. Ein Grund war der Gedanke, dass ich in Informatik eine gewisse Berufung dahingehend sehe, dieses junge Fach an Schulen und im Bildungsplan zu etablieren. Schließlich leben wir nicht mehr im 20. Jahrhundert! Und ich sehe in Informatik ein Fach, das für die Zukunft unseres Lands eine erhebliche Rolle spielt.

Letzte Woche wurde ich überrascht, indem mir mitgeteilt wurde, dass ich in’s Lehrerseminar Karlsruhe kommen werde – das war nicht so geplant. Aber jammern hilft nichts, denn nach vorne denken muss man. Sehr angenehm war ich dann überrascht von der Botschaft, dass meine Schule in der ich mein Referendariat bestreiten werde in Mannheim ist. Ich glaube Mannheim (und das ganze Gebiet drumherum) ist eine tolle Gegend! So gesehen war’s Glück im Unglück ;-)

Ich bin also sehr gespannt, wie die nächsten Monate verlaufen werden. Es wird definiv eine sehr spannende Zeit – im Gegensatz zu den letzten Monaten. Jetzt steht erst mal ein Umzug nach Mannheim an. Wohnungssuche inklusive. Aber eigenlich mag ich Umzüge. Drei mal umgezogen ist wie einmal abgebrannt, mit dem Unterschied, dass man sich raussuchen kann was im Müll landet. Nicht im Müll gelandet ist allerdings (beides aus der hintersten Schublade) mein Praktikumsbericht von BOGY aus der 10. Klasse wo ich bei der Firma Freudenberg in Weinheim war und ein Reisebericht meiner Studienfahrt Tunesien aus der Klasse 12. Kennt jemand zufällig ne Webanwendung mit der man so Bild-Reiserouten erstellen kann um sie mit anderen zu teilen?

In der Zukunft will ich mich wieder mehr am Web beteiligen. Maschendraht, LdL und ein Physikernetzwerk ist z.B. etwas an dem ich mich schon lange beteiligen wollte. Interessant ist übrigens, dass sich meine neue Schule als “freien Lernort” sieht. Ein Punkt ist dabei, dass ein freier Lernort die Möglichkeit der Öffnung nach außen vorsieht (Maschendraht lässt grüßen). Außerdem bietet die Schule als Pilotprojekt für Schüler den ECDL, den europäischen Computerführerschein, an. Scheint mir im Gegensatz zu IT-Fitness ne runde Sache zu sein.

Nun aber genug der Dinge.

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