Archiv für die Kategorie ‘Freiheit’

h1

Twitter als Lehrer effektiv nutzen II

25. Februar 2010

Twitter ist ja mittlerweile ein altes Thema – zumindest für Netzies. Ich möchte es trotzdem nochmal aufgreifen.

Vor einiger Zeit schrieb ich einen Beitrag, wie ich als Lehrer Twitter nutzen möchte. Mein Credo: Ich will Fragen an andere Lehrer stellen!

Damals meinte ich, dass man Twitter in irgendeiner Art Zweckentfremden müsste, damit das gut funktioniert (wegen dem Rauschen). Mittlerweile bin ich mit dem “normalen Zweck” und den “normalen Funktionen” voll zufrieden. Ich habe mir meine eigenes kleines Netzwerk zusammen geschustert und wenn ich eine Frage stelle wie “Kennt jemand ein gutes Buch für Freihandexperimente? #Physik” bekomme ich in der Regel innerhalb 1 Stunde 1-3 Antworten aus allen möglichen Enden des Netzes. Mehr will ich nicht! Das funktioniert! Einzige Voraussetzung: Ein gutes Netzwerk.

Wie baut man sich ein Netzwerk auf (einzelne Personen haben dazu schon einiges geschrieben)? Auf einen Nenner gebracht: Selbst Input geben. Ich behaupte mal der eigene Input regelt den Erfolg des Netzwerkes.

1. Beispiel: Christian Spannagel gibt wahnsinnig viel qualitativ hochwertigen Input in sein Netzwerk. Gleichzeitig erntet er auch wahnsinnig viel Output.

2. Beispiel: Jan-Martin Klinge bloggt seit ein paar Monaten und twittert auch fleißig. Seit dem haben wir nach dem Studium wieder Kontakt und konnten uns das eine oder andere mal schon “Bälle zu werfen”.

Das ist Maschendraht! Das ist ein neuronales Netz! Das funktioniert! Und das hilft!

h1

As time goes by

16. Dezember 2008

Lang ist’s her, dass ich hier etwas geschrieben habe.

In der Zwischenzeit ist so einiges passiert. Zu allererst freue ich mich, dass ich in den letzten Monaten mein erstes Staatsexamen abgelegt habe. Im Großen und Ganzen bin ich damit auch zufrieden. Für’s Referendariat das im Februar beginnt musste ich allerdings eines meiner vier Fächer ablegen. Getroffen hat es Technik – zugunsten von Informatik. Die Entscheidung fiel mir nicht leicht, da beides Fächer sind, die mir sehr am Herzen liegen. Ein Grund war der Gedanke, dass ich in Informatik eine gewisse Berufung dahingehend sehe, dieses junge Fach an Schulen und im Bildungsplan zu etablieren. Schließlich leben wir nicht mehr im 20. Jahrhundert! Und ich sehe in Informatik ein Fach, das für die Zukunft unseres Lands eine erhebliche Rolle spielt.

Letzte Woche wurde ich überrascht, indem mir mitgeteilt wurde, dass ich in’s Lehrerseminar Karlsruhe kommen werde – das war nicht so geplant. Aber jammern hilft nichts, denn nach vorne denken muss man. Sehr angenehm war ich dann überrascht von der Botschaft, dass meine Schule in der ich mein Referendariat bestreiten werde in Mannheim ist. Ich glaube Mannheim (und das ganze Gebiet drumherum) ist eine tolle Gegend! So gesehen war’s Glück im Unglück ;-)

Ich bin also sehr gespannt, wie die nächsten Monate verlaufen werden. Es wird definiv eine sehr spannende Zeit – im Gegensatz zu den letzten Monaten. Jetzt steht erst mal ein Umzug nach Mannheim an. Wohnungssuche inklusive. Aber eigenlich mag ich Umzüge. Drei mal umgezogen ist wie einmal abgebrannt, mit dem Unterschied, dass man sich raussuchen kann was im Müll landet. Nicht im Müll gelandet ist allerdings (beides aus der hintersten Schublade) mein Praktikumsbericht von BOGY aus der 10. Klasse wo ich bei der Firma Freudenberg in Weinheim war und ein Reisebericht meiner Studienfahrt Tunesien aus der Klasse 12. Kennt jemand zufällig ne Webanwendung mit der man so Bild-Reiserouten erstellen kann um sie mit anderen zu teilen?

In der Zukunft will ich mich wieder mehr am Web beteiligen. Maschendraht, LdL und ein Physikernetzwerk ist z.B. etwas an dem ich mich schon lange beteiligen wollte. Interessant ist übrigens, dass sich meine neue Schule als “freien Lernort” sieht. Ein Punkt ist dabei, dass ein freier Lernort die Möglichkeit der Öffnung nach außen vorsieht (Maschendraht lässt grüßen). Außerdem bietet die Schule als Pilotprojekt für Schüler den ECDL, den europäischen Computerführerschein, an. Scheint mir im Gegensatz zu IT-Fitness ne runde Sache zu sein.

Nun aber genug der Dinge.

h1

Open Source gut für die Wirtschaft

24. Juni 2008

Heise meldet, dass eine Studie der EU hat harausgefunden, dass OpenSource Software gut für die Wirtschaft ist und die glaubt, dass OpenSource in den kommenden Jahren stark wachsen wird.

Des weiteren geben sie, beflügelt durch ihre Ergebnisse, an die Politik Handlungsempfehlungen aus. Darunter befindet sich unter anderem folgende für Lehrende wichtige Forderung:
“Zur Sicherung von Herstellerunabhängigkeit sollten Schüler und Studenten allgemeine Computerkenntnisse erwerben, statt sich nur mit konkreten Programmen vertraut zu machen.”

Find ich gut, dass das mal jemand sagt :-)

Ähnliches hab ich einmal an einem IT-Fitness Test bemängelt, der Computerkenntisse mit Microsoftkenntnissen gleichsetzte.

Welche Kraft in OpenSource steckt, zeigt auch Microsofts Bekenntnis zur (zumindest vorläufigen) Niederlage ihres Dokumentenformats OOXML.

h1

Offene Dokumentstandards

11. Juni 2008

Ich habe vor ein paar Tagen meine erste *.docx Datei bekommen. Das ist das neue (pseudo-offene) Dateiformat OOXML von MS Office. Natürlich ließ sie sich mit dem Word an der Hochschule nicht öffnen. Scheinbar gibt es dafür so einen Konverter. Aber der soll laut einem Kommilitonen auch nicht so richtig funktionieren.

Dumm nur, dass dieses Dateiformat vor kurzem von der ISO zu einem offenen Standard erhoben wurde. Toller Standard, wenn er nicht mit dem Officeprogramm meiner Wahl kooperiert. Brasilien, Indien, Südafrika und Venezuela haben gegen diesen Entschluss jetzt Protest eingelegt (Quelle). Danke!

Ob ODF oder OOXML ist mir ja prinzipiell egal. Auch wenn das eine von Microsoft ist. Was die Menschheit aber braucht ist ein (wegen mir auch mehrere) offener Standard für Dokumente, der sich mit jedem Programm verlustfrei öffnen lässt und der auch nicht durch irgendwelche Patente geschütz ist etc.
Das Ziel ist doch, dass jeder User Dokumente mit dem Programm seiner Wahl (MS Office, OpenOffice, StarOffice, …) öffnen kann. Und das am besten auch noch in zehn Jahren. Die aktuelle Situation ist verheerend. Alte Dokumente (vor allem alte docs) lassen sich mit aktueller Software (des gleichen Herstellers) kaum noch öffnen. Ein Kommilitone hat für solche Fälle nach eigener Aussage extra noch einen alten Win95-Rechner herumstehen. Und aktuelle Docs lassen sich nur unter Verlusten mit anderer Software öffnen. Irgendwer hat auch mal gesagt “das 21 Jahrhundert ist das am schlechtesten dokumentierte überhaupt”. Da ist wohl was dran …

Deshalb: Offene Standards für Dokumente jeglicher Art!
Wenigstens scheint Microsoft bald wohl das wirklich offene Format ODF unterstützen wollen (Quelle). Und falls OOXML dann doch noch vor der ISO scheitert bzw. soweit verbessert wird, dass man von einem offenen Standard sprechen kann, besteht Hoffnung für eine freie Informationsgesellschaft.

Vor allem für die Schule finde ich es wichtig offene Standards zu verwenden. Schließlich kann man niemand zwingen sich eine bestimmte Software zu kaufen – schon gar nicht in der Schule! Ausführlicher habe ich mich damit mal in einem älteren Beitrag beschäftigt.

h1

Ist Web2.0 eine Gefahr für den Rechtextremismus?

8. Juni 2008

Ich ärgere mich gerade über ein Artikel von Golem “Erfolge gegen braune Hetze im Web 2.0“. Genauer gesagt ärgere ich mich nur über den Titel. Ich glaub da hat einfach jemand den Begriff Internet durch Web2.0 ersetzt, weil Web2.0 gerade besser klingt und Schlagzeilenfähiger ist. Der Artikel selbst bezieht sich meiner Meinung nach aber nicht speziell auf Web2.0 sondern aufs Internet allgemein.

Eine Frage die ich mir beim Ärgern gestellt hab war: Ist die Idee hinter Web2.0 eigentlich eine Gefahr für den Rechtsextremismus?
Die Idee von Web2.0 zeichnet sich für mich durch offene Diskussion, usergenerierte Inhalte, “demokratische Strukturen”, dezentralisierung, Meinungsfreiheit, kollektive Intelligenz, Vielfalt, etc aus
Prinzipien auf denen der Nationalsozialismus basiert passen hier nicht ins Bild: Führerprinzip, Hierarchie, Einheit, Zentralismus, Nationalismus, autoritäre Strukturen, Antiliberalismus, Demokratiefeindlichkeit, Gleichschaltung, Medienmonopolisierung, etc.

Ein (Neo-)Nazi, der Web2.0 (z.B. ein Blog) für die Verbreitung seiner perversen Ideen nutzt trifft auf diese völlig gegensätzlichen Strukturen. Das hieße er würde seine Ideen öffentlich zum Diskurs stellen. Für den Nazi wäre dies wahrscheinlich denkbar schlecht, da sein menschenverachtendes Gedankengut wohl sehr schnell von anderen niederdiskuttiert und widerlegt werden würde. Ich glaub nichts ist gefährlicher für Nazis als eine allgemein öffentliche Diskussion. Der obengenannte Artikel stützt diese These sogar: “Meist können die Verbreiter der menschenverachtenden Propaganda nicht offen auftreten, weil die Masse der Jugend sie ablehnt

Was meint ihr?

P.S.: Muss ich mir jetzt eigentlich um meine Sicherheit Gedanken machen?

h1

Lokale Betriebssysteme sind doch out

29. April 2008

Google geht mir auf den Wecker! Irgendwie ist mir in letzter Zeit aufgefallen, dass Google theoretisch über meine komplette Persönlichkeit bescheid weiß. Ein Indikator zu dieser Erkenntnis war, dass Google in seinem Mailangebot am oberen Bildschirmrand immer öfter Werbung brachte, die sich direkt auf den Inhalt der Mail bezog. Mitunter auf sehr persönliches. Dinge, die Google eben wirlich nichts angehen. Dinge, die vielleicht auch nicht jeden Bekannten etwas angehen. Fairerweise muss man sagen, Google macht nur das, was ich ihnen erlaubt habe. Lange Rede kurzer Sinn: Ich will weg von dieser Datenkrake.

Dummerweise sind die Dienste von Google einfach genial. Es muss also ein Ersatz her, der zumindest möglichst nah ran kommt.

Insgeheim träume ich ja von einem virtuellen Schreibtisch im Internet. Ein Arbeitsplatz also, an dem ich alles von jedem Computer aus ohne große Vorraussetzungen erledigen kann. Natürlich web2nullig mit Kooperation und so. Es gibt zwar viele Dienste, die tolle Tools anbieten, allerdings will ich alles zusammen und einheitlich haben (googleapps, zoho, …?). Da besteht aber sofort das Problem, dass ein Dienst alleine gesammelt meine Daten hat. Will ich aber nicht. Besonders nicht zu Benutzungsbedingen wie bei Google. Näheres dazu bei Wolfgang Neuhaus.

Ich habe mir deshalb mit einem Kumpel überlegt, dass wir uns einen Root-Server anschaffen auf dem wir unser eigener Dienstleister sein können. Mit Mailserver, Webserver, usw.

Bei vielen Groupwareprodukten (egroupware, citadel, horde) fehlt mir dabei leider die Funktionalität, die ich von Google gewöhnt bin. Hauptsächlich vermisse ich z.B. eine Autovervollständigung von Emailadressen. Wer führt denn heutzutage noch ein Emailadressbuch? Ich jedenfalls nicht.

Bei der Suche nach anderen geeigneten Programmen bin ich auf eyeOS gestoßen. Eine Art Betriebssystem für den Browser. Basiert dabei wie Googleapps auf AJAX. Das macht das ganze schön interaktiv und ermöglicht Dinge wie die Autovervollständigung. Man installiert die Software also auf dem Webserver und hat, so wie ich mir das vorstelle, an jedem Rechner (auch Palm, etc.) sein eigenes Betriebssystem mit den wichtigsten Programmen, die man zum vernetzten Arbeiten benötigt. Lokale Ordner können dabei mit Ordnern auf dem Server synchronisiert werden. Ein erster Blick verspricht viel Gutes – Tolle Funktionen, Durchdacht und Hübsch. Witzig, jedoch irgendwie sinnlos finde ich den Browser im Browser. Schön wär’s, wenn man dieses “Betriebssystem” direkt beim Anmelden am System als Oberfläche auswählen könnte. Also anstatt GNOME, KDE, o.ä.
Ich werde die Software wohl in den nächsten Wochen auf nem lokalen Webserver testen und dann vielleicht mal mehr dazu schreiben.

Falls jemand tolle Software kennt, die meine beschriebenen Anforderungen erfüllt würde ich mich über einen Hinweis freuen. Natürlich nur freie Software.

h1

Bitte keine Werbung einwerfen

26. Februar 2008

Bringt nichts!

Heute war wieder ein ganzes Paket an Werbematerialien in meinem Briefkasten. Allemeines Thema der Werbeflyer war diesesmal Umzug. 2x Umzugsfirma, 1x Teppichreinigung, 1x Bettenhaus für nach dem Umzug und 1x Autoankauf). Und das machte mich dann irgendwie stutzig. Warum bekomme ich ICH ausgerechnet JETZT verschiedene Werbezettel ausgerechnet Werbeflyer zum UMZUG?

Zufall? Wäre zumindest eine Möglichkeit. Eigentlich zieht doch jeder mal um.

Oder kein Zufall? Wusste die Werbezettel-Reinwerf-Firma vielleicht, dass ich Lehramtstudent bin, der gerade seine Regelstudienzeit mit 7 Semestern beendet hat, nachdem ich im WS 2004/05 begonnen habe? Deshalb vielleicht bald umziehen werde und somit auch meine Bude mit Teppichboden (den ich tatsächlich habe) ordentlich hinterlassen muss. Und wenn man ja schonmal umzieht kann man auch mal gern ein neues Bett kaufen – denn wenn schon denn schon. Und schließlich sind Studenten auch bekannt dafür Schrottkarren ihr eigen zu nennen. Ein Schrottkarren-Ankauf-Zettel gehört deshalb unbedingt in das Werbepaket, das man einem Studenten gegen Ende seines Studiums zukommen lassen kann.

Nun, ich gebe zu, dass man all diese Informationen noch vor etwa einem Jahr auf einer bekannten Community für Studenten einsehen konnte. Abgesehen davon, dass der Überbringer dieser Zettel an meinem Briefkasten hätte scheitern sollen bin ich eigentlich an diesem ganzen schlicht und ergreifend selbst Schuld! Man weiß es doch eigentlich besser …

Das erinnert mich daran, dass ich schon lange mal eine Cleaning-Google-Action machen wollte. Die Akte StudiVZ habe ich immerhin schon geschlossen. Vielleicht leg ich mir auch einfach mal einen Künstlernamen zu.

h1

Quarks & Co über Terrorismus

14. Februar 2008

Da ich seit Anbeginn meines Lebens keinen Fernseher besitze, bietet mir das Internet eine gute Möglichkeit doch so manche sinnvolle Sendung zu sehen.

Sehr gut gefällt mir die Sendung Quarks & Co mit Ranga Yogeshwar. Eine der wenigen Infotainmentsendungen bei der man nicht ständig denkt: “Das kann man so doch gar nicht sagen.”
Die Sendung kann man sich hier herunterladen und per RSS abbonieren.

In der letzten Sendung ging es um Terror und seine Bekämpfung. Ich will jetzt aber keinen Sermon zur Vorratsdatenspeicherung loslassen, sondern nur ein wenig Interesse wecken die Sendung anzusehen, die wie ich finde ganz gut gemacht ist.

Sehr witzig fand ich, wie kleine süße Bienchen durch klassische Konditionierung für Anti-Terrormaßnahmen eingetzt werden könnten.

Sehr eindrucksvoll fand ich wie man mit Nagellackentferner und einer weiteren handelsüblichen Flüssigkeit eine mittelgroße Explosion bewirken kann.

Sehr interessant fand ich die psychologische Seite des Terrors, die am Schluß der Sendung behandelt wird.
So z.B. das angstgesteuerte Ausweichverhalten, das zu noch schlimmeren Folgen führen kann. So stiegen in Amerika nach dem 11.9. viele Leute vom Flugzeug auf das Auto um. Die Folge: Es kamen mehr Leute durch Autounfälle um’s Leben, da Auto fahren trotz Terror gefährlicher ist als Fliegen. Q&C spricht von 1600 zusätzlichen Toten. Bei dem Anschlag selber kamen laut Wikipedia 2996 Menschen um’s Leben.

Das beste Mittel gegen Terror sei deshalb laut Prof. Herfried Münkler, der in der Sendung zitiert wird, eine “heroische Gelassenheit”. Denn es werde “auch bei uns irgendwann zu einem Anschlag kommen!” Durch Angst jedoch wachse die Macht der Terroristen.
Die letzte These der Sendung, “Mehr Selbstsicherheit und Gelassenheit, anstatt mehr Sicherheitsmaßnahmen können das Fundament einer freien Gesellschaft stützen”, halte ich für richtig.

Das berühmte Franklin Zitat (“Wer die Freiheit aufgibt, um Sicherheit zu gewinnen, wird am Ende beides verlieren”) ist zwar laut http://antiterror.blog.de/2008/02/06/benjamin_franklin_zitat~3686513 nicht korrekt übersetzt, aber trotzdem in seiner Treffsicherheit ungeschlagen.

h1

Bildungsplan Informatik

18. Dezember 2007

Habe heute zum ersten mal bewusst in den Bildungsplan Informatik (RS, BaWü, 2004) geschaut.
Nachdem ich erstmal erschrocken bin ob des Umfangs an Kompetenzen die unsere lieben Schüler zu “urteilsfähigen und emanzipierten Bürgern, die zu verantwortungsvollem Handeln fähig sind [machen sollen]“, wie es in den Leitgedanken beschrieben ist, sind mir zwei Kompetenzen aufgefallen, die mir irgendwie in dieser Form nicht als bildungsrelevant einleuchten.

1. Musik mit dem Computer gestalten.
Obwohl ich leidenschaftlicher Musiker bin verstehe ich nicht ganz was diese Kompetenz mit Informatik zu tun hat. Mir ist natürlich klar, dass Informatik bzw. ITG in BaWü in die Fächer integriert ist und dies scheinbar eine “informationstechnische Kompetenz” aus dem Fach Musik sein soll. Aber was das in der Praxis bedeutet ist mir einfach nicht klar. Werden da Audiodaten zwischen verschiedenen Formaten rumkonvertiert? Oder wird mit dem Computer Musik gemacht? Wenn ja, was hat das mit Informatik oder auch informationstechnischer Grundbildung zu tun? Ein bisschen mit Audacity in Mp3s rumschnipseln macht unsere Schüler meiner Meinung nach auch nicht mündiger. Man möge mich gerne aufklären. Ich bitte sogar darum!

2. Lizenzbestimmungen beachten sowie zwischen Free- und Shareware unterscheiden.
Dies hat mich wirlich geärgert. Die Unterscheidung zwischen Free- und Shareware halte ich für völlig trivial und belanglos, da es nur darum geht ob ich für eine Software letztendlich zahlen muss oder nicht. Diese Unterscheidung führt, wie ich finde, nur zu einer Scheinmündigkeit.
Viel spannender (vor allem für die Informatik) ist doch die Unterscheidung zwischen freier Software und nicht-freier Software. Dazu gehört natürlich auch, dass freie Software nichts mit Freeware zu tun hat (Die sprachliche Präzesion ist hier leider etwas unglücklich).
Vielleicht erkenne ich aber auch hier den tieferen Sinn nicht. Dann bitte ich natürlich um Aufklärung.

h1

IT-Fitness II

29. November 2007

Leider habe ich in meinem vorletzten Beitrag den IT-Fitness Test an einer Stelle zu Unrecht verdächtigt schamlose Microftwerbung zu betreiben.
Konkret betrifft das die Frage: “Welche Eingabe führt zur Webseite der Firma Microsoft?”
Ich, als Firefoxuser, war der Meinung, dass man mit allen angeführten Antworten (Häkchenfrage) auf die Homepage von Microsoft gelangt.
Ich weiß von den 4 Antwortmöglichkeiten leider nur noch 2 sicher, war damals aber der Meinung, dass man mit allen 4 die MS-Seite erreicht:

  1. http://www.microsoft.com
  2. microsoft
  3. (evtl.) microsoft.com
  4. (evtl.) http://www.microsoft

Leider hat sich mein Verdacht heute an der Hochschule in (fast) nichts aufgelöst, als ich mit dem Internet Explorer 7 versuchte durch die schlichte Eingabe von “Microsoft” in der Browserzeile deren Homepage zu erreichen. Es funktionierte nicht. Ich landete auf google mit der MS-Seite als erstes Suchergebnis. Auch nicht schlecht aber in bezug auf die gestellte Frage nur halb richtig und genau genommen falsch! Halb richtig, weil man die Seite über einen Umweg durchaus erreicht.

Leider war ich vom Firefox aus purer Faulheit gewöhnt durch solche Eingaben unbekannte Seiten direkt zu finden und zu erreichen. Z.B.: amd, test und ganz aktuell “bierkeller tübingen”
Merke: Als Firefoxuser hast du beim IT-Fitness Test mindestens einen Punkt weniger!

Ich könnte jetzt noch drauf eingehen, dass man deshalb im Informatikunterricht grundlegende Prinzipien unterrichten sollte und nicht nur Anwendungsspezifisches Wissen, das dann damit verknüpfen, dass es in der Schule um eine allgemeine Bildung geht (von Exemplarität kann hier keine Rede sein) und auch damit dass SuS ein Recht auf Programmunabhängige Bildung im Sinne von Wahlfreiheit haben usw.
Will ich jetzt aber gar nicht, sondern lass das obige einfach mal so im Raum …äh der Blogspäre stehen. Soll sich jeder seine eigene Gedanken machen.
Das andere gibt mal einen größeren Beitrag über den ich noch ein wenig sinnieren muss ;-)

Follow

Bekomme jeden neuen Artikel in deinen Posteingang.