h1

Über den Daumen peilen (Strahlensatz)

25. Januar 2011

Ein Freund, der bei der Bundeswehr war hat mir diese Methode mal erklärt.

Man kann sie verwenden um den Abstand zu Objekten zu schätzen. Die Vorgehensweise ist wie folgt:

  1. Einen Arm ganz nach vorne ausstrecken, Faust machen, Daumen “aufstellen”.
  2. Ein Auge schließen, mit dem anderen, offenen Auge über den Daumen das Ziel anpeilen.
  3. Der Daumen ist nun zur Seite “gesprungen”.
  4. Nun schätzt man den Abstand zwischen Daumen “1″ und Daumen “2″, projiziert auf das Ziel.
  5. Diesen Abstand multipliziert man mit 10 und erhält die ungefähre Entfernung.

Aus aktuellem Unterrichtsanlass habe ich dazu ein Arbeitsblatt erstellt: Daumenpeilung (ODT), Daumenpeilung (PDF).

Je nach Schwierigkeitsgrad kann die Vorgehensweise zur Bestimmung des individuellen Faktors abgeschnitten werden und von den Schülern selbst erarbeitet werden.
Mündlich vielleicht ergänzen: Für Erwachsene gilt etwa der Faktor 10.

Lizenz der Arbeitsblätter natürlich wie alles hier frei: http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/

Quelle: https://secure.wikimedia.org/wikipedia/de/wiki/Daumensprung

h1

Facebook in der Schule

11. Januar 2011

Ich betreue seit Anfang des Schuljahres die Schulband. Damit wir nicht die kurze Probenzeit mit Organisatorischem verplappern, habe ich den Schülern vorgeschlagen die Kommunikation ins Internet zu verlegen. Mit meiner eigenen Band machen wir das genauso.
Mein erster Gedanke war: Ja, super. Dann leg ich in der neuen Moodleplattform ein Kurs an und …
Mein zweiter Gedanke war dann aber: Ach nee, dann muss ich das ja managen. Das können die Schüler doch genauso selber machen.
Also haben wir uns auf Facebook geeinigt. Ein Schüler hat eine Gruppe angelegt und alle sowie mich eingeladen. Ich habe davor noch schnell einen Account reaktiviert, den ich mal benutzt habe.

Die Kommunikation läuft super: Mein Gitarrist hat ein Logo entworfen und reingestellt. Die Schüler haben sich online auf einen Bandnamen geeinigt. Usw.
Ich muss lediglich ab und zu die Kommunikation etwas anstupsen. Aber dann läuft es. Fein.

Aber, ich muss sagen Facebook nervt. Die Beitragsstruktur ist schrecklich. Alle Beiträge erscheinen einfach untereinander. Das Logo verschwindet bald auf der zweiten Seite. Für jedes Diskussionsthema werden mehrere Beiträge gestartet, anstatt wie in einem ordentlichen Forum üblich nur ein Thread in dem dann alles zum Thema gesammelt angezeigt wird. Muss man auch, da ein Beitrag bei einem Kommentar nicht als “aktualisiert” markiert wird. Insgesamt keine Ordnung und Struktur. Außerdem kann ich meinen Piratennamen nicht in Herr Dinkel umbenennen.

Mein Fazit: Zum plappern geeignet. Für eine struktierierte Diskussion nicht geeignet. Sicher will Facebook das gar nicht können. Schnelllebigkeit scheint die Devise und das ist auch Ok so. Facebook darf ja machen was es will. Oder wie bei Google: Suchen statt ordnen.

Für meine Band ist das auch OK. Für den normalen Unterricht würde ich Facebook aber aus oben genannten Gründen nicht verwenden. Hier ganz klar Moodle.

h1

Urlaub in Minas Tirith

5. August 2010

Meine Eltern sind heute umgezogen. Nach getaner Arbeit meinte meine Mutter, auf den Sandkasten zeigend, zu mir:  “Schau, früher hättest du sofort da drin gespielt.” “Denkst du”, dachte ich mir “was ich früher konnte, kann ich jetzt noch viel besser!” Gesagt getan:

Minas Tirith von vorne. 3 Etagen mit seitlichen Treppenaufgängen.

Seitlicher Aufgang rechts. Weißer Baum mit grünen Blättern.

Gandalf hat auch geholfen. Ich sehe gerade Die Felsspitze ist nicht originalgetreu. Die muss noch weiter nach vorne gezogen werden. Wenn das Wetter mitspielt korrigier ich das morgen. Vielleicht kommen dann noch ein paar Häuser hinzu.

Wer eigene Sandburgen baut (vielleicht aus goldenem Sandstrand) bitte melden! Wer eh nur faul am Strand rumlungert kann eigentlich auch etwas sinnvolles tun. Es macht unglaublich viel Spaß!

h1

Referendariat zu Ende

1. Juni 2010

Die Lehrproben sind schon eine Weile vorbei. Aktuell genieße ich meine wohlverdienten Ferien. Wie so eine Lehrprobe abläuft hat vor einem Jahr ganz treffend Hokey schon beschrieben – dem ist nicht hinzuzufügen.

Drei Erkenntnisse, die ich weiter geben will:

1. Es hat mir und meinen Kolleginnen unglaublich viel geholfen, die Lehrproben im Vorraus gemeinsam zu proben. Kleine Schwachstellen und Stolpersteine werden sichtbar, Gelenkstellen können konktret geübt und getetestet werden und man wird einfache sicherer.

2. Das Referendariat hat sehr viele Parallelen zur Führerscheinprüfung:

  • Fahren lernt man erst, wenn man den Führerschein hat. Aber man lernt alle wichtigen Techniken, die man dafür braucht. Ich behaupte mal ich habe 2 Jahre gebraucht um technisch ein guter Fahrer zu werden. 5 Jahre um souverän und vernüftig am Verkehr teilzunehmen.
  • Die Führerscheinprüfung ist, wie eine Lehrprobe nicht realistisch. Wobei ich der Füherscheinprüfung noch mehr Realismus zusprechen würde.
  • Viele sehr gute Leute, von denen man es nie geglaubt hätte, fallen durch.
  • Vor der Prüfung weiß man nicht, ob man besteht oder nicht (bei den meisten anderen Prüfungen hatte ich eigentlich immer eine gewisse Vorahnung oder ein gewisses Gefühl).
  • Es existieren unglaublich viele Horror- und Friend-of-a-friend-Stories um die Prüfung. Die meisten handeln von Willkül und schlecht gelaunten Prüfern.
  • Die Quotenlegende: “Es müssen Leute durchfallen, damit der TÜV Geld verdient” vs. “Es müssen Leute durchfallen, damit das Seminar keinen Malus bekommt (Alternativ: Es sollen nicht so viel Lehrer eingestellt werden)”.
  • etc. Weitere Vorschläge?

3. Während ich Abitur, Zulassungsarbeit und 1. Staatexamen im Nachhinein eher gelassen sehe, werde ich so über das Referendariat sicher nie denken. Es war eine emotional unglaublich belastende Zeit! Zum Glück hatte ich ein tolles Kollegium, tolle Mentoren eine tolle Schulleitung und tolle Mitleidende, die mich immer so gut es ging unterstützt haben!

Ich selbst werde ab September eine Stelle in Stuttgart antreten.  Das heißt, es steht in nächster Zeit wieder ein Umzug bevor. Hat jemand zufällig ein Wohnungstipp?

h1

Boxplots

30. April 2010

Mit Gnumeric kann man ganz toll und ganz einfach Boxplot-Diagramme erstellen! Ist seit einiger Zeit ja im Bildungsplan Mathematik (RS, BW) verankert.

OpenOffice kann das nicht. MS Office weiß ich nicht. Zumindest nicht so einfach.

Gnumeric gibt es auch für Windows.

h1

Zellnamen Wetthüpfen

3. März 2010

Habe heute in IT ein witziges Spiel gespielt um die Bezeichnung von Zellnamen zu üben.

Die Idee dazu kam allerdings von 2 Schülern:
In der 5min Pause blieb der Beamer an und zeigte ein Tabellenblatt an der Wand. Zwei Schüler stellten sich zwischen Beamer und Wand und sprangen hoch um mit dem Schattenwurf der nach oben gestreckten Hand möglichst hoch zu kommen. Ich fragte dann wie denn das Feld heiße, dass sie gerade erreicht haben: B4. Und schon war eine kurze Übungsphase für nach der Pause geboren.

Alles was noch zu tun war: Die Schüler in eine Reihe aufstellen und die Beiden ihr Spiel erklären lassen.

Zugegebenermaßen ist es ein wenig unfair, da mache Schüler einfach größer sind. Aber allen hat es Spaß gemacht.

h1

Twitter als Lehrer effektiv nutzen II

25. Februar 2010

Twitter ist ja mittlerweile ein altes Thema – zumindest für Netzies. Ich möchte es trotzdem nochmal aufgreifen.

Vor einiger Zeit schrieb ich einen Beitrag, wie ich als Lehrer Twitter nutzen möchte. Mein Credo: Ich will Fragen an andere Lehrer stellen!

Damals meinte ich, dass man Twitter in irgendeiner Art Zweckentfremden müsste, damit das gut funktioniert (wegen dem Rauschen). Mittlerweile bin ich mit dem “normalen Zweck” und den “normalen Funktionen” voll zufrieden. Ich habe mir meine eigenes kleines Netzwerk zusammen geschustert und wenn ich eine Frage stelle wie “Kennt jemand ein gutes Buch für Freihandexperimente? #Physik” bekomme ich in der Regel innerhalb 1 Stunde 1-3 Antworten aus allen möglichen Enden des Netzes. Mehr will ich nicht! Das funktioniert! Einzige Voraussetzung: Ein gutes Netzwerk.

Wie baut man sich ein Netzwerk auf (einzelne Personen haben dazu schon einiges geschrieben)? Auf einen Nenner gebracht: Selbst Input geben. Ich behaupte mal der eigene Input regelt den Erfolg des Netzwerkes.

1. Beispiel: Christian Spannagel gibt wahnsinnig viel qualitativ hochwertigen Input in sein Netzwerk. Gleichzeitig erntet er auch wahnsinnig viel Output.

2. Beispiel: Jan-Martin Klinge bloggt seit ein paar Monaten und twittert auch fleißig. Seit dem haben wir nach dem Studium wieder Kontakt und konnten uns das eine oder andere mal schon “Bälle zu werfen”.

Das ist Maschendraht! Das ist ein neuronales Netz! Das funktioniert! Und das hilft!

Follow

Bekomme jeden neuen Artikel in deinen Posteingang.