17. November 2009
Hoppla … ich stell gerade fest, dass ich die nächsten Wochen fast nur noch projektorientiert unterrichte.
Die 5er in IT: Ok. Da mach ich gerade noch „normalen“ Unterricht. Aber sobald der Unterrichtsbesuch vorbei ist, will ich zum Thema Internet eigentlich auch ein kleines Projektchen machen.
Die 6er in IT: Die müssen bis Weihnachten einen Vortrag über ein Thema ihrer Wahl (Hobbys, …) halten. Hier arbeiten die Schüler relativ selbständig. Ab und zu zeige ich ein paar Funktionen von Powerpoint oder stelle Regeln auf. Ich geh hier noch nicht so sehr ins Detail (kommt in Klasse 7). Wichtig ist mir erst einmal, dass die Schüler ihre Präsentation nicht mit Text vollpflastern, sondern um ein Bild oder ein Stichwort eine „Geschichte“ erzählen. Das heißt ich bremse sie auch noch nicht so sehr, wenn die ausufernd Effekte verwenden. Ich finde das darf am Anfang ruhig sein. Der spielerische Aspekt sollte nicht zu schnell abgewöhnt werden. Das reicht auch noch in den höheren Klassen. Und vielleicht muss man durch diese Phase einfach durch.
Die 7er in Mathe: Das ist ein „Pflichtprojekt“ vom Lehrerseminar. Thema und Fach konnte ich aber frei wählen. Ich lasse die Schüler Umfragen durchführen, auswerten und präsentieren. Hier lege ich besonders Wert auf das Arbeiten im Projekt selbst.
Die 9er in Physik: Ein „Pflichtprojekt“ meiner Schule zum Themenkreis Energie. Wir (meine Schüler und ich) haben uns auf die Sonnenenergie geeinigt. Ist im Winter sicher spannend und wirft bestimmt einige Fragen auf, die die Schüler untersuchen können. Hier will ich wirklich nur sehr wenig (außer die Rahmenbedingungen) vorgeben und die Schüler weitgehend selbst arbeiten lassen.
Hoffentlich verlerne ich nicht das normale Unterrichten
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11. November 2009
Ich führe morgen bei meinen 7ern das Distributivgesetz ein.
Zuerst wird die durchaus schwere Kopfrechenaufgabe 9 ∙ 106 zu 9 ∙ (100+6) vereinfacht.
Die Schüler sollen dann das Distributivgesetz nachspielen indem die 9 in der Stadt die 100 und die 6 trifft und sie sich gegenseitig begrüßen: „Hallo ich bin die 9″, „Hallo ich bin die 100″, „Zusammen ergeben wir 900″ usw.
Die Aufgaben werden dann noch ein wenig schwieriger und schließlich sollen sie noch selber eine Aufgabe erfinden und durchspielen. Ich hoffe die Schüler können sich das Gesetz dann besser behalten und auch besser verstehen.
Ähnliches werde ich dann in eine paar Wochen zur Winkelhalbierenden durchspielen:
Mehrere Schüler stellen sich an zwei sich schneidenden Geraden (Seilen, Klebestreifen) auf. Die anderen sollen sich immer zwischen zwei Mitschüler stellen – genau so, dass sie gleich weit weg sind. Et voila … eine Winkelhalbierende.
Mit der Mittelsenkrechten geht das sicher ähnlich … mal überlegen.
Man kann so auch Funktionen üben, indem die Schüler sich auf einem großen Koordinatensystem (Klebestreifen) nach bestimmten Funktionen aufstellen sollen. Da könnte man dann auch wieder die Winkelhalbierende (zwischen Graph und x-Achse) ins Spiel bringen und man könnte so die Steigung der Winkelhalbierenden bestimmen.
Es gibt sicher noch tausend andere Themen bei denen man dieses Prinzip anwenden kann.
Ich will mir so schnell wie möglich dieses Buch kaufen: Mathematik als Abenteuer von Martin Kramer (Aulis Verlag). ISBN: 978-3-7614-2732-3
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10. November 2009
Ich wollte schon vor ein paar Jahren etwas über diese leidigen Dinger schreiben. Captchas sind die Teile, die überprüfen ob man ein Mensch ist. Meist eine verzogene Schrift in einem Bild, die man entziffern muss.
Meine 5er und ich sind heute in IT daran verzweifelt. Eigentlich wollte ich nur mir ihnen eine E-Mailadresse anlegen. Aber ständig kommen diese blöden Dinger und dann muss man auch noch das Passwort zweimal hintereinander richtig eingeben. 5 haben es etwa in den ersten 10 min geschafft. Die anderen, einschließlich mir, sind verzweifelt.
Ich muss gestehen, ich kann auch nur etwa 1/4 davon lösen.
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22. Oktober 2009
Wegen mehrfach geäußertem Wunsch hab ich meine Denk-dran-Wand erweitert und veröffentliche sie hier:

Denk-dran-Wand
Ich sollte sie eigentlich besser pflegen …
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25. September 2009
Der Telekomtechniker hat heut mein Internet mit nem Draht geflickt:


Irgendwie erstaunlich, dass auf schnöden Stücken Draht unser tolles, weltweites Internet basiert. Das war heute mal wieder so ein Moment: Man weiß es eigentlich, aber erst wenn man es wirklich greifen kann begreift man es wirklich.
Erinnert mich an ne Szene aus „Das Boot“: „Torpedos für 20.000 Mark, aber kein verdammtes Stück Draht.“ (Oder so ähnlich)
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21. September 2009
Ich führe für IT Meldekärtchen ein.
Das sind rote und grüne laminierte Kärtchen (ähnliche Größe wie beim Fußball). Grün bedeutet: „Ich bin fertig“. Rot bedeutet: „Ich brauche Hilfe“.
Die Schüler bekommen diese für eine Arbeitsphase und können so ihren Status anzeigen. Und ich kann das schnell einordnen.
Mal sehen wie’s ankommt.
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17. September 2009
Was kann es denn für Horrorszenarien am Tag vor der Lehrprobe geben?
Ich hätte ein Vorschlag: Das Keyboard stirbt.
Lösung: F1 oder DEL drücken (siehe Bild)!

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3. September 2009
Bin seit einiger Zeit fleißiger Bahnfahrer. Doch seit einer Weile wundere ich mich, dass Verbindungen, die ich früher genutzt habe (weil schnell und günstig) über die Verbindungssuche bei www.bahn.de nicht mehr angezeigt werden – hörte man doch nichts von gestrichenen Zügen. Bin dem heute etwas genauer nachgegangen. Dazu ein Beispiel:
Ich will heute abend (Do) gegen 19 Uhr in Ludwigsburg sein. Fahre von Mannheim los. Bisher bin ich immer mit einem IC nach Vaihingen Enz gefahren und dann mit RB/RE weiter nach Ludwigsburg.
Eine normale Suche nach einer Verbindung, die um 19 Uhr in LB ankommt zeigt mehrere Verbindungen. Aber keine brauchbare mit IC. Stattdessen reihenweise ICE-Verbindungen. Die Folge: 35€ ohne Bahncard. Auch eine Verbindung mit EC ist dabei: 1:45 Stunden Fahrtzeit und zweimal umsteigen kosten dann nur noch 27€. Klare Sache – da nimmt man doch den ICE!
Eine genauere Suche (ohne ICE) zeigt mir dann aber doch meine gewünschte, vermeintlich gestrichene Verbindung an (s.o). Und das zu einem guten Preis von 25€! Warum denn nicht gleich so? Da kann die EC-Verbindung mal voll einpacken und der ICE geht zwar 20 – 25 min schneller, kostet aber auch 10€ mehr.
Ich habe irgendwie den Eindruck, die Bahn will über die Verbindungsauskunft ihre teuren ICEs voll bekommen und so langsam aber sicher ein Grund haben die ICs abzuwracken (wenn es niemand weiß fährt auch niemand damit). Dabei sind die ICs tolle Züge. Schnell, günstig oft sehr komfortabel und vor allem findet man man so gut wie immer einen Platz.
Merke: Nicht sich auf die normale Suche verlassen, wenn man eine günstige, schnelle, komfortable Verbindung sucht.
Geheimtipp: IC-Verbindungen (Einstellung: ohne ICE)
Aber: Am besten selbst ausprobieren.
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26. August 2009
Vor den Ferien habe ich mir von meinen Schülern Rückmeldungen geholt, die ich nun endlich als Einstieg in die Vorbereitung fürs neue Schuljahr ausgewertet habe. Es war eine rein qualitative Umfrage (Zettel mit Plus und Minus). Ich habe mir überlegt, ob ich die Ergebnisse hier veröffentlichen soll, aber wer hätte denn etwas davon?
Über ein paar Auffälligkeiten möchte ich trotzdem schreiben:
- „Können (nicht) gut erklären“/ „Ich habe es (nicht) verstanden“: Außer in IT waren die Antworten innerhalb der Klassen unterschiedlich. Da ich nicht quantitativ erhoben habe weiß ich jetzt leider nichts genaues. So gut wie alle didaktische Methothen/Tricks wie Beispiele, Anschauung, Computereinsatz, Lösungstafel, Meldetafel, etc. wurden jedoch positiv erwähnt! So gut wie nie negativ. Ich denke ich liege in dieser Richtung goldrichtig.
- Viele Antworten interpretiere ich als eine gewünschte stärkere Differenzierung. Z.B. sich scheinbar widersprechende Aussagen zwischen den Schülern. „Zu wenig/viel Zeit für die Aufgaben“, „HA zu leicht/schwer“. An anderer Stelle werden dann wieder Selbstständigkeit und verschiedene Schwierigkeitsgrade als gut befunden.
- Toll bei qualitativen Umfragen ist, dass man zum Teil sehr persönliche Rückmeldungen mit persönlicher Ansprache bekommt. Manchmal auch mit konkreten Lösungsvorschlägen. Ebenso kommen Aspekte zu Tage, die ein enges Fragenkorsett nie erfassen könnte. Manche Schüler fanden es z.B. einfach toll, dass ich im Schullandheim dabei war.
Wie oben geschrieben bietet eine qualitative Umfrage durchaus Vorteile. Durch die Häufigkeit von Nennungen kann man zwar manche Schlüsse ziehen, trotzdem fehlen zu wichtigen Aspekten konkrete Aussagen (Sind die Schüler der Meinung sie haben es verstanden).
Mir schwebt für die Zukunft vor, dass ich zum Halbjahr qualitative Umfragen (Zettel mit +/-) mache und zum Schuljahresende aus diesen Antworten einen quantitativen Fragebogen erstelle (z.B.: Ich habe den Stoff verstanden –> „trifft zu“ –> 5 Abstufungen). Wichtig ist hier sicher, dass nicht zu viele Fragen gestellt werden, sondern nur die interessanten und wichtigen. Wurden z.B. zuvor oft unterschiedliche Angaben zur Strenge gemacht, wäre dies eine interessante Fragestellung. Hat diesen Punkt hingegen kaum ein Schüler angesprochen scheint er in dieser Klasse auch nicht groß von Belang zu sein.
Ich möchte auf einer Wikiversityseite Fragen/ Aussagen sammeln, mit denen man so einen Fragbogen bestücken kann. Jeder ist selbstverständlich eingeladen Eigenes hinzuzufügen. Vielleicht kennt auch der eine oder andere einen Tipp, wie man solche Fragebögen gestaltet/durchführt/etc. oder einen Link bzw. Literatur.
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